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Welt Was soll der Zaun vor dem Ex-Zebrastreifen?
Mehr Welt Was soll der Zaun vor dem Ex-Zebrastreifen?
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07:16 24.04.2018
Ein Zaun blockiert einen ehemaligen Zebrastreifen-Übergang an einem Kreisverkehr in Celle. Doch die Bodenmarkierung für Blinde führt direkt in den Zaun. Das sorgt seit Monaten für Irritationen. Quelle: Julian Stratenschulte
Celle

 Zäune an einem Kreisel in der Innenstadt von Celle sorgen seit Monaten für Irritation bei Fußgängern. Die Zäune versperren den Weg über zwei Straßen genau dort, wo bis vor kurzem noch Zebrastreifen waren. „So soll sichergestellt werden, dass Radfahrer und Fußgänger die stillgelegten Überwege nicht nutzen“, teilte die Sprecherin der Stadt Celle, Myriam Meissner, mit.

 Die Stadt habe sich für die ungewöhnliche Maßnahme entschieden, die Zebrastreifen wieder wegzufräsen und die Zäune aufzustellen, weil es an dem Kreisel im Autoverkehr immer wieder zu Rückstaus gekommen sei. Nun laufe der Verkehr flüssiger. Stadtsprecherin Meissner betonte aber, die Zäune würden wieder entfernt, wenn der Ausbau einer benachbarten Straße in etwa drei Jahren abgeschlossen sei. Dann werde der Verkehr sich am Kreisel voraussichtlich nicht mehr stauen.

 Probleme bereitete das Aufstellen der Zäune zunächst auch blinden Menschen. Markierungen auf den Bürgersteigen führten Sehbehinderte zu den Zebrastreifen. Nach Aufstellen der Zäune liefen die Betroffenen dann wegen der Bodenmarkierungen direkt vor die Absperrung. „An den meisten Stellen wurden die Bodenindikatoren entfernt, nur an einer Stelle nicht. Das führt immer noch zu Irritationen“, sagte Werner Gläser, der dem Expertenkreis der Bundesfachstelle für Barrierefreiheit angehört.

 Gläser erklärte: „Das Verkehrsaufkommen an der Stelle ist viel zu hoch. Es war vorprogrammiert, dass es zu Staus kommt.“ Es sei nicht fair, dass unter der Fehlplanung nun vor allem die Fußgänger zu leiden hätten.

 

Von dpa

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