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Bundeswehr-Soldat muss für acht Jahre in Haft

Kindes-Missbrauch Bundeswehr-Soldat muss für acht Jahre in Haft

Ein Soldat der Bundeswehr muss wegen schweren Kindesmissbrauchs für acht Jahre ins Gefängnis. Er hatte sich zweimal an einem Jungen vergangen, der von seinen Eltern zur Vergewaltigung im Internet angeboten wurde.

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Der wegen Kindesmissbrauchs Angeklagte Knut S. wird von einem Justizbeamten in einen Saal des Landgerichts geführt.

Quelle: dpa

Freiburg. Im deutschlandweit Aufsehen erregenden Fall eines vielfach missbrauchten Jungen im Raum Freiburg ist ein Bundeswehrsoldat zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht am Mittwoch die Zahlung von 12 500 Euro Schmerzensgeld an das Kind an, ein heute neun Jahre alter Junge aus Staufen.

Auf Sicherungsverwahrung, wie sie die Staatsanwaltschaft und die Vertreterin der Nebenklage gefordert hatten, verzichtete das Gericht. Es fehle die rechtliche Grundlage für diese Maßnahme, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Bürgelin zur Begründung (Az.: 6 KLs 160 Js 33561/17).

Auch die Eltern des Jungen müssen sich verantworten

Der Soldat hat gestanden, den Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Die Mutter des Jungen und der Stiefvater, alles Deutsche, seien dabei gewesen. Auch sie missbrauchten das Kind, wie das Gericht feststellte. Die Taten wurden gefilmt und die Filme an andere weitergeleitet.

Es ist das zweite Urteil in dem Missbrauchsfall, der vor vier Monaten bekannt wurde. Weitere Prozesse folgen. Insgesamt gibt es acht Tatverdächtige, jeder ist einzeln angeklagt.

12500 Euro Schmerzensgeld

Der Junge war mehr als zwei Jahre lang in Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter (48) und ihr Lebensgefährte (39) sollen dafür verantwortlich sein. Der Prozess gegen sie beginnt am 11. Juni in Freiburg.

Im Prozess gegen den Soldaten hatte die Staatsanwältin zwölf Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung gefordert, der Verteidiger vier Jahre Haft ohne Sicherungsverwahrung. Die Anwältin der Nebenklage, die das Opfer vertritt, plädierte auf elf Jahre Gefängnis, Sicherungsverwahrung und 12 500 Euro Schmerzensgeld.

Von dpa/RND

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