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Welt Bundespräsident ehrt vier Niedersachsen
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00:34 25.05.2018
Orden für die Demokratie: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) verleiht Monika und Gregor Dehmel das Verdienstkreuz am Bande . Quelle: Zahn, Felix
Hannover/Berlin

Der Bundespräsident sagt: „Die Gesellschaft braucht Menschen, die nicht wegschauen, sondern sich Rassisten entgegenstellen.“ Damit möglichst viele Leute die „Fähigkeit zu Kompromiss und Verantwortung“ aufbringen, hat Frank-Walter Steinmeier am Dienstag 24 Bürger wegen ihres Engagements mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet. Darunter waren auch drei Niedersachsen.

Anlass für die Verleihung ist der bevorstehende 69. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai. Alle, die einen Orden bekamen – der jüngste war 20, der älteste 90 –, haben sich für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus und Gewalt eingesetzt.

Politik lernen

Zu den niedersächsischen Ordensträgern gehören Monika und Gregor Dehmel aus Isernhagen in der Region Hannover. 2006 gründete das Psychologen-Ehepaar den Verein „Politik zum Anfassen“ und organisiert seitdem politische Bildungsprogramme für junge Menschen. Eines davon ist das Planspiel „Pimp Your Town!“, bei dem Jugendliche in die Rolle von Kommunalpolitikern schlüpfen. Heute werden von den Dehmel-Projekten jedes Jahr mehr als 10.000 junge Menschen aus ganz Deutschland erreicht.

Walter Klinge, Ratsmitglied von Hardegsen im Kreis Northeim und Ortsbürgermeister des Hardegser Ortsteils Asche, ist für sein Bemühen um ein attraktives Dorfleben geehrt worden. Er hat sich um eine Highspeed-Internetanbindung für Asche gekümmert und den Ort in ein Bioenergiedorf umgewandelt.

Der Apotheker Jürgen Uebel aus Bad Nenndorf im Kreis Schaumburg bekam den Orden dafür, dass er die Initiative „Bad Nenndorf ist bunt“ mitgegründet und lange geleitet hat. In Bad Nenndorf fanden oft rechtsextremen Aufmärsche statt, Uebel und seine Mitstreiter haben sich dem entgegengestellt. Seit 2016 bleiben die Extremisten weg, jetzt setzt sich das Bündnis für Aussteiger aus der rechten Szene und für Flüchtlinge ein.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Fernsehmoderatorin Dunja Hayali aus Berlin, die sich an verschiedenen Stellen gegen Rassismus engagiert. Sie zeige „eindringlich, dass Hass in der politischen Auseinandersetzung nicht tatenlos hingenommen werden muss“, hieß es im Präsidialamt. Ein weiterer Orden ging an Peter Merseburger, langjähriger Redaktionsleiter des TV-Magazins „Panorama“ und bekannt für kritischen, faktenbasierten Journalismus. Die Autorin Juli Zeh wurde als politisch aktive Intellektuelle gewürdigt. In ihren Werken behandelt sie immer wieder Recht und Unrecht, als promovierte Juristin setzt sich Juli Zeh für bürgerliche Freiheitsrechte im digitalen Zeitalter ein.

Von Bert Strebe

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