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Welt Ausgaben für anerkannte Berufskrankheiten deutlich gestiegen
Mehr Welt Ausgaben für anerkannte Berufskrankheiten deutlich gestiegen
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05:00 30.11.2018
Am häufigsten anerkannt wurden im vergangenen Jahr Hautkrankheiten – und zwar in 20 046 Fällen. Bei Lärmschwerhörigkeit gab es in 11 663 Fällen eine Anerkennung, bei Hautkrebs durch UV-Strahlung in 5949 Fällen. Quelle: dpa
Berlin

Die Ausgaben von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für anerkannte Berufskrankheiten sind im vergangenen Jahr auf knapp 1,59 Milliarden Euro gestiegen. 1997 waren es noch 1,12 Milliarden Euro gewesen. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach wird etwa ein Viertel der angezeigten Berufskrankheiten auch anerkannt.

Die Betroffenen erhalten in diesem Fall Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger. So entfällt etwa für Krankenhausaufenthalte die sonst übliche Zuzahlung. Umschulungen werden finanziert, in bestimmten Fällen besteht Anspruch auf eine Berufskrankheiten-Rente. Laut Arbeitsministerium betrugen die durchschnittlichen Kosten für anerkannte Leistungsfälle im vergangenen Jahr im Schnitt 60 175 Euro.

Den Informationen zufolge wurden Berufskrankheiten im vergangenen Jahr in 19 794 Fällen anerkannt – zwölf Prozent weniger als im Jahr 1997. Am häufigsten anerkannt wurden im vergangenen Jahr Hautkrankheiten – und zwar in 20 046 Fällen. Bei Lärmschwerhörigkeit gab es in 11 663 Fällen eine Anerkennung, bei Hautkrebs durch UV-Strahlung in 5949 Fällen.

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sind gesetzlich zur Prävention verpflichtet. Laut Arbeitsministerium wurden dafür im vergangenen Jahr 227,1 Millionen Euro ausgegeben – sechs Millionen Euro mehr als im Vorjahr. 1997 hatten die Aufwendungen in diesem Bereich bei knapp 240 Millionen Euro betragen.

Die Linksfraktion fordert, den Gesundheitsschutz in den Betrieben schärfer zu kontrollieren. „Niemand sollte durch seine Arbeit krank werden“, sagte Linken-Arbeitsmarktexpertin Jutta Krellmann dem RND. „Der Gesundheitsschutz hat immer an erster Stelle zu stehen. Hier sind die Arbeitgeber in der Pflicht.“ Die Gesundheit von Beschäftigten gehe ohne Ausnahme vor Profitinteressen: „Deshalb muss die Bundesregierung endlich für mehr unabhängige Kontrollen sorgen.“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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