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Welt Alfred Nobel war kein Freund der Wirtschaftswissenschaften
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12:03 08.10.2018
Diese goldene Medaille wird mit dem Wirtschafts-Nobelpreis vergeben. Quelle: Lovisa Engblom/The Nobel Foundation/dpa
Berlin

Mit Spannung wurde die Nachricht in der Wirtschaftswelt erwartet. Am 8. Oktober um 11.45 Uhr war es so weit, dann wurde der Gewinner des Wirtschaftsnobelpreises 2018 bekannt gegeben: William D. Nordhaus und Paul M. Romer werden in diesem Jahr für ihre Forschung in den Bereichen Klimawandel und Innovation ausgezeichnet, das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften bekannt.

Doch offiziell heißt die hohe Auszeichnung nicht „Wirtschaftsnobelpreis“, sondern „Alfred-Nobel-Gedächtnispreis.“ Damit schert die Trophäe im Nobelpreisreigen um Physiknobelpreis, Chemienobelpreis oder Literaturnobelspreis namentlich aus. Der Grund: Alfred Nobel war den Wirtschaftswissenschaften nicht besonders zugeneigt.

Häufig wird der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis in einem Atemzug mit den Preisen in Physik, Chemie, Medizin oder Literatur genannt. Doch diese annähernde Gleichstellung wirft die Frage auf, ob der Preis im Sinne Nobels ist und ob es angemessen ist, den Wirtschaftswissenschaften eine solche herausragende Stellung zu geben. Nobel habe, so ist es überliefert, eine Abneigung gegen die Wirtschaftswissenschaft gehegt. Er habe ihr nicht eine gleiche Bedeutung zugemessen, wie den von ihm selbst gewählten Kategorien. Auch Nobels Urenkel und Mitglieder anderer Vergabegremien äußerten sich negativ zu dieser Auszeichnung.

Ein weiteres Argument der Kritiker: Die Wirtschaftswissenschaft sei als angewandte Wissenschaft nicht auf einer Ebene anzusiedeln wie die grundlegenden Wissenschaften, die Nobel als preiswürdig erachtet hatte.

Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens gestiftet. 1969 wurde die Trophäe erstmals verliehen. Sie gilt, trotz Vorbehalten der Kritiker, als der renommierteste im Bereich der Wirtschaftswissenschaften, und ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 870.000 Euro) dotiert.

Von Jana Wolf/RND

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