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Welt Aidanova: Polizei vermutet Brandstiftung
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17:10 02.11.2018
ARCHIV - 09.10.2018, Niedersachsen, Gandersum: Ein Blick auf das Kreuzfahrtschiff "AIDAnova" bei der Überführung auf der Ems. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
Papenburg

Das Feuer auf dem noch nicht fertiggestellten Kreuzfahrtschiff Aidanova ist vermutlich gelegt worden. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass die beiden Kabinen in der vergangenen Woche absichtlich angesteckt wurden, sagte ein Polizeisprecher im niederländischen Groningen am Freitag der HAZ. „Es klingt nach Brandstiftung“, meinte er. Die Ermittler seien zurzeit dabei, Bordpersonal und andere mögliche Zeugen zu befragen. Auch die forensischen Untersuchungen seien noch nicht abgeschlosssen. Deshalb könne auch noch nichts über mögliche Täter oder ein Motiv gesagt werden.

Zusätzliche Wachleute

Die Aidanova war am 9. Oktober von der Meyer-Werft in Papenburg (Kreis Emsland) aus über die aufgestaute Ems zu einer Probefahrt in Richtung Nordsee gestartet. Das Feuer brach im niederländischen Hafen Eemshaven aus, wo das Schiff weiter ausgerüstet werden sollte. Der Brand konnte zügig gelöscht werden, Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Tatsache, dass zwei verschiedene Kabinen betroffen waren, macht einen technischen Defekt eher unwahrscheinlich.

Die Meyer-Werft hat inzwischen ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. „Wir setzen mehr Leute von unserem Werkschutz ein“, sagte Unternehmenssprecher Günther Kolbe. Das gelte insbesondere Anfang kommender Woche, wenn die Aidanova – nun verspätet – auf fünftägige Probefahrt zum Kattegat geht. In der Nordsee stünden noch spezielle Tests an Ruder und Bremsen an, auch würden Geschwindigkeits- und Ankermanöver gefahren. Ein Bericht der niederländischen Polizei über die Brandursache liege in Papenburg bisher nicht vor, berichtete Kolbe: „Eindeutig hat das Feuer aber mit dem Flüssiggasantrieb des Schiffes nichts zu tun.“

Jungfernfahrt am 2. Dezember

Für die Rostocker Reederei Aida Cruises bringt der Brand eine weitere Verzögerung mit sich. Die Meyer-Werft hatte den ursprünglichen Übergabetermin des neuartigen Schiffes ohnehin nicht einhalten können. Werftsprecher Kolbe verwies darauf, dass bei einem Prototyp „nicht immer alles nach Plan laufe“. Vier von Aida geplante Vorpremieren-Fahrten mit Gästen mussten deshalb abgesagt werden. „Beim Termin für die Jungfernfahrt bleibt es aber“, sagte eine Sprecherin. Am 2. Dezember soll das Schiff von Hamburg aus für elf Tage über England, das spanische Festland und Portugal nach Teneriffa aufbrechen. Die Reederei verspricht ein „Schiff der Superlative“ mit 17 Restaurants und 23 Bars. In 2626 Kabinen – von der Einzelkabine bis zur Penthouse-Suite – sollen rund 5000 Menschen Platz finden.

Von Gabriele Schulte

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