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Welt Achteinhalb Jahre Haft für pädophilen Koch aus Düsseldorf
Mehr Welt Achteinhalb Jahre Haft für pädophilen Koch aus Düsseldorf
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11:16 28.09.2018
Wegen Kindesmissbrauchs ist ein einschlägig vorbestrafter pädophiler Koch in Düsseldorf zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Quelle: dpa
Düsseldorf

Wegen Kindesmissbrauchs ist ein einschlägig vorbestrafter pädophiler Koch in Düsseldorf zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht am Freitag die unbefristete Unterbringung des 37-Jährigen in einer geschlossenen Psychiatrie an.

Der Angeklagte hatte gestanden, Kinder missbraucht und in einem Fall vergewaltigt zu haben. Die Taten erstreckten sich über einen Zeitraum von 20 Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte ebenfalls achteinhalb Jahre Gesamtstrafe und seine unbefristete Unterbringung in einer Psychiatrie beantragt.

Im Internet Opfer gesucht

Der Deutsche hatte bereits vor zwei Jahren für Entsetzen gesorgt, als er einen Jungen aus der Schweiz nach Düsseldorf gelockt und sich an ihm vergangen hatte.

Der Angeklagte hatte bereits vor zwei Jahren in Deutschland und der Schweiz für Entsetzen gesorgt, als er einen Jungen aus der Schweiz nach Düsseldorf lockte und sich an ihm verging. Als Administrator des beliebten Onlinespiels Minecraft hatte er sich im Chat-Bereich das Vertrauen des Kindes erschlichen und Kontakt zu ihm aufgebaut. „Cyber-Grooming“ nennen Experten solche Umtriebe von Pädo-Kriminellen im Netz.

Schon als Jugendlicher auffällig

Ein Spezialeinsatzkommando hatte den Zwölfjährigen nach acht Tagen aus seiner Gewalt befreit. Danach war der damals 35-Jährige zu fünf Jahren Haft und anschließender unbefristeter Unterbringung in der geschlossene Psychiatrie verurteilt worden. Diese Strafe ist im neuen Urteil enthalten.

Die Taten, über die nun verhandelt wurde, soll der Deutsche zwischen 1995 und 2015 begangen haben. Ein Nebenklage-Vertreter sagte, sein Mandant sei zur Tatzeit 13 Jahre alt gewesen, als er Opfer des Mannes geworden sei. Er habe ihn bei der Berichterstattung über den Fall vor zwei Jahren wiedererkannt und Anzeige erstattet.

Schon als 14-Jähriger soll der Angeklagte in einem Kinderheim eine Siebenjährige vergewaltigt haben. Als 18-Jähriger hatte er sich dann laut Anklage mehrfach an dem 13-Jährigen vergangen. Die Anklage listet noch 15 weitere Taten auf. Ein Gutachter hatte dem inzwischen 37-Jährigen eine sogenannte Kernpädophilie attestiert, von der eine hohe Rückfallgefahr ausgeht. Sie gilt als kaum therapierbar.

Von RND/dpa

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