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Welt Blick auf das Handy: Audifahrer übersieht Stauende
Mehr Welt Blick auf das Handy: Audifahrer übersieht Stauende
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14:14 02.11.2018
Beim Blick auf das Handy übersah ein 56-Jähriger am Donnerstag ein Stauende auf der A2. (Symbolfoto) Quelle: Monika Skolimowska/dpa
Hannover

Er hat nur kurz eine Nachricht gelesen: Ein 56-jähriger Audifahrer hat am Donnerstag einen Auffahrunfall auf der Autobahn 2 Richtung Dortmund verursacht. Der Mann übersah gegen 17 Uhr zwischen dem Kreuz Hannover-Buchholz und der Anschlussstelle Lahe das Stauende und prallte auf dem Überholstreifen mit seinem A 6 ins Heck eines VW Golf. Die 46-jährige Fahrerin des Autos erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

„Gegenüber der Polizei gab der Audifahrer an, dass er den Stau nicht bemerkt habe, da er gerade eine Mitteilung auf seinem Handy gelesen habe“, sagt Behördensprecher Thorsten Schiewe. Außerdem stellten die Beamten fest: Der 56-Jährige war nicht nüchtern. Der Atem des Mannes roch nach Alkohol, also führten die Polizisten noch an der Unfallstelle einen Schnelltest durch. Das Messergebnis lag bei 0,65 Promille. „Der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt“, sagt Schiewe. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen beträgt rund 5000 Euro.

70 Meter Blindflug bei Tempo 50

Aufgrund dieses Unfalls mahnen Polizei und Verkehrswacht erneut, sich nicht am Steuer ablenken zu lassen. Wer bei Tempo 50 den Blick bloß fünf Sekunden aufs Smartphone richtet, ist bereits 70 Meter im Blindflug unterwegs. „Die meisten Autofahrer wissen zwar, dass Handys am Steuer tabu sind – aber nutzen es trotzdem und bringen damit sich und andere in Lebensgefahr“, sagt Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen. Nach Angaben des Vereins ist die Smartphone-Nutzung am Steuer vergleichbar mit einem Alkoholwert von bis zu 1,2 Promille.

Die Polizei beteiligte sich am 20. September an der länderübergreifenden Aktion „Sicher.Mobil.Leben“ und richtete bei ihren Kontrollen den Fokus auf das Thema Ablenkung. Allein in Hannover registrierten die Beamten mehr als 400 Ordnungswidrigkeiten. In 213 Fällen hatten die Autofahrer das Handy am Ohr oder nutzten ein anderes elektronisches Gerät. Das Bußgeld für die Smartphone-Nutzung am Steuer beträgt mindestens 100 Euro und einen Punkt in Flensburg. Die Beamten raten daher, eine Freisprecheinrichtung zu nutzen. Allerdings sei auch dann Vorsicht geboten. Der Fokus beim Autofahren müsse „immer auf dem aktuellen Geschehen liegen, um schnell reagieren zu können“.

Von Peer Hellerling

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