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Aktuelles Gericht: Stundenlohn von zwei Euro ist sittenwidrig
Mehr Studium & Beruf Aktuelles Gericht: Stundenlohn von zwei Euro ist sittenwidrig
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15:24 14.11.2014
Sitzen für wenig Schotter: Bürohilfen einer Anwaltskanzlei bekamen zwei Euro die Stunde. Quelle: Robert Schlesinger
Berlin

Arbeitgeber dürfen Hartz-IV-Empfängern nicht nur zwei Euro Stundenlohn zahlen. Auch wenn es um einen Hinzuverdienst gehe, sei eine so geringe Entlohnung schlicht sittenwidrig, entschied das

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg. Ein Jobcenter hatte dagegen geklagt, dass ein Rechtsanwalt zwei Hartz-IV-Empfänger für 100 Euro im Monat als Bürohilfen beschäftigte, ihnen dabei aber so viel Arbeit aufbürdete, dass am Ende ein Stundenlohn von weniger als zwei Euro übrig blieb. Auch die Richter sahen darin Lohnwucher - samt einer "verwerflichen Gesinnung des Arbeitgebers". Das Jobcenter verlangt nun Nachzahlung. Eine Revision am Bundesarbeitsgericht ist nicht möglich.

dpa