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Diabetes-Patienten können nahezu alle Berufe ausüben

Tipps für Betroffene Diabetes-Patienten können nahezu alle Berufe ausüben

Beruflich müssen sich an Diabetes erkrankte Menschen kaum einschränken. Auch wenn Kranke nicht verpflichtet sind, dem Arbeitgeber von dem Leiden zu berichten, ist es sinnvoll für Notfall-Situationen einige Kollegen einzuweihen.

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Die Diagnose Diabetes ist für die meisten Patienten nicht mit einer Einschränkung des Berufslebens verbunden.

Quelle: Matthias Hiekel

Berlin. Die Diabetes-Diagnose verunsichert oft. Eine der Fragen, die häufig aufkommt: Kann ich jeden Beruf wählen? In den meisten Fällen lautet die Antwort: Ja.

Die Deutsche Diabetes-Hilfe rät, dass Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 in erster Linie ihren Interessen und Fähigkeiten nachgehen sollten. Dass man an der Krankheit leidet, müssen Betroffene weder in der Bewerbung noch im Vorstellungsgespräch anmerken.

Der Arbeitgeber darf jedoch in Ausnahmefällen nach Krankheiten fragen. Und er darf die Einstellung von einer Untersuchung vom Betriebsarzt abhängig machen. Diese ist für den Bewerber aber freiwillig.

Gesonderte Regeln gibt es für Berufe mit Selbst- und Fremdgefährdung. Dazu zählen zum Beispiel die Personenbeförderung, Arbeit mit Überwachungsfunktion (Fluglotsen) oder Absturzgefahr (Dachdecker, Schornsteinfeger).

Hier braucht es eine Einzelfallprüfung. Können Betroffene einen gut eingestellten Blutzucker nachweisen, sowie die Fähigkeit zur rechtzeitigen Wahrnehmung des Unterzuckers, sind diese Tätigkeiten aber unter Umständen doch möglich.

Generell gilt: Im Job sollten Menschen mit Diabetes eher zurückhaltend mit ihrer Erkrankung umgehen, rät Anwalt Oliver Ebert von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Aus Sicherheitsgründen ist es aber sinnvoll, dem engsten Kollegenkreis davon zu erzählen, und sie auf einen Notfall vorzubereiten. So wissen sie dann, was zum Beispiel bei einer Ohnmacht zu tun ist.

dpa

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