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Weshalb mehr ausgeben?
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15:18 03.05.2013
Siegel wie das von TransFair weisen auf fairgehandelte Produkte hin. Quelle: TransFair e.V.
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Biedenkopf

Fairtrade scheint für uns auf den ersten Blick mit einem unnötigen Aufpreis verbunden zu sein. Jedoch ist Fairtrade für Menschen in der Dritten Welt Grundstein ihrer Existenz. Manche gewissenhafte Menschen nehmen diese Zusatzkosten aber auf sich, wie Ute Gröning, eine Fairtrade-Expertin des Weltladens in Biedenkopf.

Schüler:Wozu gibt es Fairtrade?
Ute Gröning: Es gibt auf der Welt viele Menschen, die unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen für nur wenig Lohn arbeiten müssen. Mit diesem geringen und unfairen Lohn müssen sie ihre Familien ernähren. Sie haben kein Geld, um ihren Kindern eine schulische Ausbildung zu ermöglichen. Diese müssen oft auch arbeiten, um zum Lebensunterhalt der Familien beizutragen. Fairtrade verhindert dies, indem es den Arbeitern faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen bietet. Die Kinder können zur Schule gehen, um später eine bessere Arbeit bekommen zu können.

Schüler: Woran erkennt man Fairtrade?
Gröning: Jedes Fairtrade Produkt ist mit einem Siegel ausgezeichnet, das zeigt, dass das Produkt die Mindestanforderungen des Fairtrade erfüllt. Leider kann man sich nicht mehr auf das Siegel verlassen. Die Bestimmungen wurden gelockert, sodass die Mindestanforderungen besagen, dass 20% Fairtrade Anteil genügen, um das offizielle Siegel zu erhalten. So wollen große Konzerne Geld sparen, indem sie die teurere fair-gehandelte Ware mit normaler Ware „verdünnen“.

Schüler: Worauf kann man sich denn verlassen?
Gröning: Auf den meisten Fairtrade Produkten gibt es Siegel, die dieses Produkt als „fair gehandelt“ kennzeichnen. Das zuverlässigste Siegel ist das Siegel der GEPA, da dieses Produkt zu 100% „fair gehandelt“ ist. Aufgrund der gelockerten Bedingungen für das Fair-Trade Siegel, hat die GEPA ihr eigenes Siegel gegründet.

Schüler: Wie kann man Fairtrade am besten unterstützen?
Gröning: Am besten unterstützt man Fairtrade, indem man trotz der höheren Kosten fair-gehandelte Produkte kauft. Man sollte sich bei jedem Einkauf bewusst sein, dass jeder Kauf der nicht fair-gehandelten Ware die schlechten Arbeitsbedingungen und den unfairen Lohn mancher Arbeiter unterstützt.

von Tim Achenbach, Said Ali Asian, Lucas Fatrai, Jonas Henry Grebe und Julian Moritz Schneider, Klasse 9e, Lahntalschule Biedenkopf

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