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Strafe muss sein
Strafe muss sein
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13:33 03.05.2013
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Marburg

Bis zum 14. Lebensjahr haften Eltern für ihre Kinder. Danach, im Alter von 14 bis 18, erfolgt die Anwendung des Jugendstrafrechts oder, vom 18. bis 21. Lebensjahr, die Strafe für einen heranwachsenden Erwachsenen.

Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gibt es verschiedene Stufen der Strafe. Sie sind in §5 JGG festgelegt und heißen „Erziehungsmaßregeln“, „Zuchtmittel“ und „Jugendstrafe“. Vor Verurteilung eines Heranwachsenden wird zunächst in einer Verhandlung die Reife des Täters untersucht, um in Folge nach Jugendstraf- oder Erwachsenenstrafrecht zu entscheiden. Wenn der Jugendliche Verantwortung zeigt und nur ein leichtes Delikt begeht, kommen Maßnahmen des Jugendamtes in Betracht. Ziel ist hier, dass der Straftäter über seine Tat und die Folgen nachdenkt. Es können aber auch Zuchtmittel oder erzieherische Mittel zum Einsatz kommen, wie das Ableisten von Sozialstunden in gemeinnützigen Einrichtungen. Dort müssen sie dann die vorgeschriebene Stundenzahl ableisten, ansonsten droht der Arrest. Ziel des Ableistens von Sozialstunden ist es, eine Struktur im Alltag der Jugendlichen herzustellen und ihre Freizeit positiv zu verändern.

Der hessische Innenminister verkündete zuletzt, dass in den letzten zehn Jahren die Kriminalität zurückgegangen sei und dass die hessische Polizei in den vergangenen Jahr eine Erfolgsquote von 58,3 % gehabt habe, soviel wie noch nie. Ein Jahr zuvor hatte sie 57,8 % erreicht.

von Anneke Below, Klasse 8a, Martin-Luther-Schule Marburg

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