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Reise in eine andere Welt

Schüler lesen die OP Reise in eine andere Welt

Der lange Weg von Marburg nach Sibiu.

Abfahrt: 7.10.2011. Deutschland, Österreich, Ungarn. Es war kein großer Unterschied zu erkennen. Die Fahrt von bisher schon 18 Stunden steckte uns in den Knochen, doch es war uns auch bewusst, dass wir unser Ziel, Sibiu (Hermannstadt), eine Partnerstadt Marburgs im Herzen Rumäniens, noch lange nicht erreicht hatten.

Im Morgengrauen erreichten wir die rumänische Grenze, die wir ohne Probleme überwinden konnten. Die ersten Kilometer auf rumänischen Boden verliefen normal, da die Umgebung nicht bebaut, sondern von Seen umgeben war. Doch spätestens als wir das erste Dorf erreichten hatten, wurde uns klar, dass wir in einer anderen Welt angekommen sind. Die Häuser waren immer einstöckig und ihr Mauerwerk drohte einzustürzen. Nach einer Zeit stellten wir fest, dass die meisten Häuser gar nicht bewohnt wurden, was wir auch an den wenigen Menschen in den Dörfern festmachen konnten.

Nicht nur der Zustand der Häuser war erschreckend schlecht, sondern auch der der Straße, die zu unserem Bedauern durchgehend einspurig verlief. Zu den Verkehrsteilnehmern zählten häufig auch Eselskarren und Pferdekutschen. Lediglich die kaputte Straße, auf der wir fuhren, war geteert. Die schlechten Zustände auf dem Land kann man mit der finanziell schlechten Lage Rumäniens und dessen Bürger (Rumänien ist eines der  ärmsten Länder der EU) und mit der Flucht in die größeren Städte erklären. Unser Weg führte auch an dem weltberühmten Schloss Bran vorbei, welches laut Legende von Vlad der 3. Draculea, auch bekannt als Graf Dracula, erbaut gelassen wurde.

Die letzten 100 Kilometer dauerten nicht mehr lange und so erreichten wir unser Ziel Sibiu nach 8 Stunden mühsamer Fahrt quer durch Rumänien. Zu unserem Überraschen waren die Häuser in Sibiu in einem guten Zustand und man konnte immer wieder auch moderne Bauwerke sehen. Das einzige Ungewohnte waren die überirdischen Stromleitungen. Doch Rumäniens Hauptproblem sind die vielen, teils aggressiven, Straßenhunde, die bei Angriffen auf Menschen Krankheiten übertragen.

von Alexander Baumgarten und Simon Ludwig – Klasse 8a, Elisabethschule

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