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Kleiner Kämpfer – großes Wunder
Kleiner Kämpfer – großes Wunder
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12:44 21.03.2013
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Marburg

Alles lief gut bis meine Mutter schon in der 17.Schwangerschaftswoche ihr Fruchtwasser verlor. Wir dachten alles wär aus, eilten aber  trotzdem ins Krankenhaus.

Es wurde geprüft ob das Baby noch lebte. Ja, er tat es. Ab da fing der Kampf um Leben und Tod an. Von Tag zu Tag, Woche zu Woche, Monat zu Monat, es war nicht leicht. Die Ärzte haben oft gesagt, dass meine Mutter die Schwangerschaft beenden soll, weil es zu sehr schweren Folgen kommen könnte.

Kind hätte behindert auf die Welt kommen können.

Das Kind könnte tot zu Welt kommen, es könnte Behinderungen oder Atemprobleme haben. Obwohl wir das alles wussten, haben wir nie aufgegeben und immer weiter gekämpft.

Wir waren jeden Tag stundenlang im Krankenhaus bei meiner Mutter. Jeden Tag versuchten wir die Hoffnung nicht zu verlieren und meiner Mutter immer Mut zu machen. Immer hat es uns gefreut wenn ein Tag vorbei war, aber die Angst blieb.

Die Ärzte erzählten uns, wenn das Baby vor der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt komme, werde es keine Überlebenschance haben. Doch auch ab der 24.Woche gab es keine Garantie, dass das Kind überleben würde.  Ab der 24. Woche haben die Frühchen eine große Überlebenschance. Doch bei uns war das nicht der Fall, weil das Fruchtwasser fehlte. Unser erstes Ziel war also die 24. Woche.
Wir erreichten unser Ziel, aber von den Ärzten hatten immer noch wenig Hoffnung. Sie machten einen Ultraschall und haben und mitgeteilt,ö dass das Baby sich nicht gut entwickelt habe.

Banges Hoffen nach der Geburt

Die Wochen vergingen. Jetzt waren wir in der 32. Woche. Früh am Morgen kam ein Anruf, dass es nun so weit war. Mein Vater eilte ins Krankenhaus. Mein Bruder und ich warteten auf eine gute Nachricht. Nach langem Warten klingelte das Telefon. Mein Vater war am Apparat. Er sagte uns, dass wir einen Bruder bekommen haben, aber er wusste nicht, ob mein Bruder den Kampf ums Leben schaffen würde. Er ist ein kleiner Kämpfer und hat es den Ärzten bewiesen, dass es auch in solchen Situationen möglich ist zu überleben. Jetzt ist mein Bruder sieben Monate alt und ist kerngesund. Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben und halten ihn jetzt glücklich in den Händen.

von Cansu Göktas, G8b, Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf

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