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Kinderarbeit in Deutschland?
Kinderarbeit in Deutschland?
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12:38 28.02.2012

Die Mehrheit glaubt, dass Kinder, die hier arbeiten, sich ihr Taschengeld aufbessern wollen, um eigene Konsumgüter zu finanzieren.

Aber auch bei uns gibt es Kinder, die ihre eigene Familie finanziell unterstützen.

In den meisten Fällen jobben sie aber für sich selbst.

Was ist erlaubt?

Allgemein kann man sagen, wer noch zur Schule geht, darf nicht arbeiten. Der Gesetzgeber hat in dem Jugendarbeitsschutzgesetz von 1976 alles genau geregelt.

Für Kinder ab 13 besteht die Möglichkeit, in die Arbeitswelt einzusteigen. Dies dürfen sie aber nur von Montag bis Freitag für maximal zwei Stunden, zwischen 8:00 und 18:00 Uhr. Schüler, die am Samstagabend babysitten, dürfen das eigentlich nicht.

Die meisten Jobs, die von Kindern bzw. Jugendlichen ausgeführt werden, sind Prospekte oder Zeitungen austeilen, Rasen mähen, den Hund vom Nachbarn ausführen, Babysitten oder auch einkaufen gehen.

Um richtig arbeiten gehen zu dürfen, muss man mindestens 15 Jahre alt sein. Dann darf man täglich maximal 8,5 Stunden mit einer Pausenzeit von mindestens 60 Minuten arbeiten. Der Jahresurlaub beträgt in diesem Alter ca. 30 Tage.

In den Ferien dürfen 15-Jährige sogar Vollzeit jobben – bis zu vier Wochen im Jahr, maximal acht Stunden am Tag. Arbeitsbeginn darf frühestens um 6:00 Uhr sein, und spätestens um 20:00 Uhr müssen Jugendliche Feierabend machen.

Neben den Stellenanzeigen in der Lokalpresse gibt es in vielen Städten sogenannte „Taschengeldbörsen“. Hier werden gezielt Jobs für Jugendliche angeboten.

von Anne und Miriam