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Kampf gegen den Elefantenmissbrauch
Kampf gegen den Elefantenmissbrauch
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16:09 03.05.2013
Nach wie vor werden Elefanten wegen ihren Elfenbein-Zähnen gejagt. Quelle: Stephen Morrison
Marburg

Täglich werden Nashörner und Elefanten getötet. Sie werden in den Savannen und Wäldern Afrikas wegen ihren Hörnern und Stoßzähnen gejagt und gewildert. 668 Nashörner und 36 500 Elefanten sind allein im letzten Jahr durch Wilderer getötet worden. Durch diese starben auch allein in sechs Monaten 19 Ranger im Versuch die Tiere zu beschützen. Die Wildtiermafia ist zu groß und stark. Viele Elefantenbabys verlieren ihre Mütter und die gesamte Familie und sind dadurch allein der großen Wildnis ausgesetzt.

Das Elfenbein wird hauptsächlich nach Ostasien exportiert, um dort daraus Schnitzereien und Schmuck zu machen. Die Hörner landen ebenfalls dort und finden ihre Plätze als Heilprodukte und Medikamente. Besonders in Thailand gibt es eine große Nachfrage an Elfenbein. Überraschenderweise werden Elefanten dort als heilige Tiere betrachtet und doch gilt Thailand als einer der weltweit größten Schwarzmärkte für Elfenbein. Die thailändische Regierung erlaubt nur den Gebrauch von einheimischen Elfenbein. Der Import aus Afrika ist verboten. Trotzdem wird der Elfenbein in Massen von Afrika nach Thailand transportiert, als einheimisches Elfenbein gekennzeichnet und weiterverkauft. Der Umweltschutzverein WWF startete im Januar aus diesem Grund eine Online-Petition, bei der alle unterschreiben können, die gegen den Elfenbeinhandel in Thailand sind. Rund 580 000 Unterschriften haben sie bislang gesammelt.

Selbst der Schauspieler Leonardo DiCaprio forderte die thailändische Primierministerin Yingluck Shinawatra dazu auf, den Handel zu verbieten. Anfang März trafen sich in Bangkok Regierungsvertreter aus 176 Staaten zur Welt-Artenschutzkonferenz. Dort wurde auch über die Elefantenwilderei diskutiert.

von Agnesa Basha, 8b, Elisabethschule Marburg