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Interview mit Sören Bartol

Schüler lesen die OP Interview mit Sören Bartol

Grundschulkinder interviewen den SPD-Bundestagsabgeordneten Sören Bartol.

Kinder : Wie sieht Ihr Tagesablauf als Politiker aus?

Bartol: Wenn ich in Berlin bin, arbeite ich sehr viel, oft von 8.00 Uhr bis 23.00 Uhr. Ich gebe Interviews, nehme an vielen Sitzungen teil, habe Gesprächstermine und beantworte die Anliegen von Bürgern. Wenn ich in Marburg bin, habe ich etwas mehr Freizeit. Aber auch dort habe ich viele Termine wahrzunehmen und treffe mich z. B. mit Bürgern, die Probleme und Sorgen haben. Manchmal kann ich helfen, manchmal aber auch nicht.

Kinder : Was machen Sie als Politiker?

Bartol: In erster Linie vertrete ich den Landkreis Marburg-Biedenkopf im Deutschen Bundestag. Ich bin sozusagen die „Kontaktstelle“ zwischen den Bürgern einerseits sowie Parlament und Regierung andererseits. Als Abgeordneter ist es aber auch meine Aufgabe, Gesetze zu verabschieden und die Regierung zu wählen und zu kontrollieren. Demnächst werde ich z. B. auch den Bundestagspräsidenten wählen.

Kinder: Kennen Sie Angela Merkel persönlich?

Bartol : Nicht wirklich, ich habe bisher nur ein-, zweimal mit ihr geredet. Sie ist aber auch in der CDU.   Gerhard Schröder kenne ich besser. Der ist schließlich – so wie ich auch – in der SPD.

Kinder: Was wollen Sie in der Politik erreichen?

Bartol: Im Moment finde ich es gut, Bundestagsabgeordneter zu sein. Ich kann wichtige Entscheidungen treffen und muss Verantwortung tragen. Auch muss ich mich immer wieder mit neuen Themen und Inhalten auseinandersetzen. Was später kommt, wird sich noch zeigen. Bundeskanzler will ich aber nicht werden.

Kinder: Wieso haben Sie sich für den Job entschieden?

Bartol: Ich war schon mit 13 ehrenamtlich bei den Jusos politisch aktiv, weil ich es toll fand, etwas bewegen zu können. Das hat mir einfach Spaß gemacht. Eines Tages hat meine Vorgängerin im Deutschen Bundestag aufgehört und ich habe mich in der SPD beworben. Und die Leute haben mich gewählt. Dass es sich so glücklich gefügt hat, war aber Zufall. Seitdem wurde ich bereits zweimal wiedergewählt. Darüber bin ich sehr zufrieden.

Kinder: Sie sind Mitglied im Ausschuss „Verkehr, Bau und Stadtentwicklung“. Was bedeutet das überhaupt?

Bartol: Die wichtigste Aufgabe des Ausschusses ist es, die Entscheidungen im Parlament vorzubereiten, d. h. die Gesetzesentwürfe – in meinem Fall, alles was Verkehr, Bau und Stadtentwicklung betrifft – so auszugestalten, dass sie für das Plenum „abstimmungsreif“ sind. Dazu trägt jeder Abgeordneter mit seinem Fachwissen bei. Im Plenum wird dann darüber entschieden, ob der Gesetzesentwurf von allen Abgeordneten angenommen wird oder nicht.

Kinder: Was ist eine Sitzung?

Bartol: Es gibt verschiedene Arten von Sitzungen: Zum einen haben wir  die Plenarsitzungen, hier werden die Gesetzesvorlagen diskutiert, die Reden gehalten und andere wichtige politische Entscheidungen getroffen. Diese Sitzungen werden teilweise auch im Fernsehen übertragen. Die andere Sitzungsform ist die  „Ausschusssitzung“. Die Ausschusssitzung von „Verkehr, „Bau und Stadtentwicklung“, findet immer mittwochs statt. In dieser Sitzung redet  man über Probleme, die es in diesen Bereichen gibt, und überlegt, was man verbessern kann. Natürlich streitet man sich hin und wieder auch.

Kinder: Wie lange dauert eine Sitzung?

Bartol :   Manchmal nur 20 Minuten, manchmal aber auch sehr lange, z. B. von 9.00 Uhr morgens bis Mitternacht. Letzterer Fall tritt aber eher selten ein. Eine durchschnittliche Ausschusssitzung dauert 2,5 Stunden.

Kinder: Bist Du bei einer Sitzung schon mal eingeschlafen?

Bartol: Nein, das bin ich noch nicht. Man muss aber auch  nicht den ganzen Tag zuhören, man kann auch mal eine Pause machen. In einer Sitzung einzuschlafen, das wäre schon sehr peinlich vor meinen Kollegen .

Kinder: Was machst Du in deiner Freizeit?

Bartol: Im Sommer gehe ich zur Entspannung gerne segeln. Ansonsten höre ich – wie viele andere auch – gerne Musik und gehe mit Freunden in die Kneipe.

Danke, dass wir sie interviewen durften!

Von Matteo Fain, Lasse Schier und Louis Volberg – Klasse 4b, Brüder-Grimm-Schule Marburg

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