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Häusliche Gewalt in der Familie
Häusliche Gewalt in der Familie
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18:47 14.03.2012

Am 12. September 2011 kam es zu einer starken Auseinandersetzung zwischen einem Ehepaar und dem Sohn der Ehefrau.

Das Paar hatte sich schon seit längerem auseinander gelebt, doch sie wohnten noch zusammen.

Als der Ehemann eines Abends von der Arbeit nach Hause kam und sich gerade etwas zu Essen machte, kam seine Frau hinein.

Sie fragte ihn, ob er sich schon eine Wohnung gesucht habe und dass sie die Scheidung wolle. Daraufhin kam es zum Streit. Dies hörte der Sohn, der in der benachbarten Wohnung wohnte und kam in die Wohnung seiner Mutter. Als er sah, wie sich Stiefvater und Mutter stritten, sah er „rot“ und ging auf seinen Stiefvater los, um seine Mutter zu verteidigen. Daraufhin ging die Mutter dazwischen, um die Situation zu beruhigen.

Nachdem sie es geschafft hatte die ganze Situation zu beruhigen, gingen sie und ihr Sohn hinaus, um eine Zigarette zu rauchen. Der Sohn ging schnell wieder in die Wohnung und seine Mutter folgte ihm kurze Zeit später. Doch als sie in die Wohnung kam, bot sich ihr ein Bild, womit sie nicht gerechnet hatte. Ihr Sohn stand auf dem Stiefvater, welcher von unten versuchte mit einem Messer auf den Stiefsohn einzustechen. Dies gelang ihm allerdings nicht. Die Ehefrau versuchte ihrem Mann das Messer aus der Hand zu reißen, doch dies gelang ihr nicht und so schnitt sie sich in die Hand.

Bald, nachdem die Situation sich beruhigt hatte und der Mann dazu kam sein Abendbrot zu essen, kam die Polizei.

Im Gerichtssaal waren sich alle nicht ganz einig, was an diesem Abend passiert war, da sie es einfach nur noch vergessen wollten. Der Ehemann bekam eine hohe Geldstrafe. Inzwischen leben Ehemann und Ehefrau getrennt.

Ca. 10 % der Frauen in Deutschland widerfährt schwere Gewalt in einer Beziehung. Diese Gewalt wiederholt sich auch. Es sind überwiegend Opfer von Männern.

Im Jahr 2007 flohen in Niedersachsen 2400 Frauen mit 2200 Kindern in insgesamt 40 Frauenhäuser.

Dies sind keine Einzelfälle.

Wir sollten uns alle mehr für diese Frauen und auch Kinder einsetzten.

von Nina Ingenbleek – Waldorfschule, 10.Klasse