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Eine noch unbekannte Sportart
Eine noch unbekannte Sportart
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17:24 19.03.2013
Marburg

Auch in Marburg gibt es eine Juggermannschaft. Jugger ist eine taktisch und konditionell anspruchsvolle Sportart, in der Teamgeist und Übersicht wichtig sind. Ziel des Spiels ist es, den „Jugg“ einen aus Latex und Schaumstoff geformter Hundeschädel in dem gegnerischen Mal zu platzieren.

Es spielen immer zwei Mannschaften gegeneinander. Die Teams bestehen aus vier Kämpfern und einem Läufer. Den „Jugg“ darf nur der Läufer berühren, währenddessen versuchen die vier Kämpfer ihn mit sogenannten Pompfen, das sind rundum gepolsterte Stäbe, zu verteidigen. Dies lässt sich erreichen, indem man die gegnerischen Spieler berührt.

Wir haben mit Yannick Fischer ein Interview geführt. Als einer der Ersten hat er vor drei Jahren in Marbrug angefangen, Jugger zu spielen.

Schüler: Wie kam Jugger nach Marburg?

Yannick: Vor drei Jahren habe ich zusammen mit Freunden angefangen Jugger zu spielen. Ein Lehrer hat uns auf die Idee gebracht. Wir wurden immer mehr Spieler und ich fing an Vereinsstrukturen aufzubauen. Durch Zufall trafen wir den ehemaligen Ligaspieler Manuel Wienckollm. Er übernahm von da an das Training.

Schüler: Wo wird Jugger in Marburg gespielt?

Yannick: Im Moment ist Winterpause, aber im Sommer spielen wir auf den Lahnwiesen an der Gisselberger Straße gegenüber der Jet-Tankstelle. Man kann einfach vorbeikommen und mitspielen.

Schüler: Wie sieht die Zukunft von Jugger in Marburg aus?

Yannick: Wir werden wieder an der German-Jugger-League teilnehmen und einen neuen Juggerverein gründen.

Schüler: Wie groß ist der Juggerverein in Marburg im Moment und wie heißt er?

Yannick: Der Verein heißt Phoenix-Marburg und hat 13 Spieler. Es gibt ein bisschen mehr juggerspielende Männer als Frauen. In Marburg beträgt das Alter der Spieler 18-26 Jahre. Zwischenzeitlich hat bei uns auch ein Blinder mittrainiert. Er hatte an dem Sport viel Spaß.

Schüler: Was braucht man zum Mitspielen?

Yannick: Man braucht nur Schuhe, da barfuß Verletzungsgefahr besteht und Kleidung, die dreckig werden kann. Das Material ist vorhanden.

von Erik Buthman und Tim Brunet, Klasse 8G1, Gesamtschule Ebsdorfergrund