Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ein Tag am Flughafen: Kleiner Koffer - große Aufregung
Ein Tag am Flughafen: Kleiner Koffer - große Aufregung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:59 05.03.2013
Ein herrenloser Koffer am Flughafen kann schon mal einen Großalarm auslösen Quelle: Alexander Hauk/Pixelio (Symbolfoto)
Frankfurt

Jeden Morgen verlässt mein Vater das Haus und kommt erst abends wieder. Ich wollte wissen, was er beruflich macht und habe ihn einen Arbeitstag am Frankfurter Flughafen begleitet, wo er als Verkehrscontroller arbeitet.
Zusammen gingen wir in die Zentrale, in der nur Mitarbeiter Zutritt haben. Dort sind auf den Monitoren immer bis zu 40 Kameras aufgelegt, die verschiedene Orte am Flughafen zeigen. 
Nach kurzer Zeit bekam mein Vater einen Funkspruch. Der Kollege meldete einen NZG. Das ist die Abkürzung für „Nicht-Zuordbares-Gepäckstück“. Mein Vater informierte sofort die Sicherheitsleitstelle, die wiederum informierte die Bundespolizei und das Bombenentschärfungskommando.
Die Kollegen im Terminal sperrten die Ein- und Ausgänge. Die Bundespolizei sperrte die komplette Halle.  Nun war auch schon das Bombenentschärfungskommando eingetroffen.
Sie hatten einen Roboter mitgebracht. Dieser kann den Koffer mit Hilfe von Sonden durchleuchten. Der Roboter stellte aber keinen Sprengsatz fest. Dann näherte sich ein Mitarbeiter des Bombenentschärfungskommandos und guckte nach, wem der Koffer gehört und ob eine Gefahr von ihm ausgehe.
Nach der Entwarnung wurde die Halle wieder freigegeben und die Türen geöffnet. Der Eigentümer des Koffers wurde ausgerufen. Zehn Minuten später war er vor Ort. Das Sicherheitspersonal über gab dem Eigentümer sein Gepäckstück und so war der Einsatz für alle Einsatzkräfte beendet.

von Enrique Arroyo Malpartida, Klasse: 6b, Mittelpunktschule Wohratal