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Der Trendsport Parcours
Der Trendsport Parcours
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17:33 16.03.2012

Oje, der Junge rennt auf die Mauer zu und erklimmt sie in wenigen Sekunden, nun springt er kunstvoll an der anderen Seite herunter. Er sprintet zu einer Parkbank und überspringt sie mit Leichtigkeit. Was ist denn mit dem los?

Das mögen sich viele Deutsche fragen. Die Antwort: Er ist vom Parcours-Fieber befallen. Parcours ist ein stetig wachsender Sport, welcher von Jugendlichen und jungen Erwachsenen betrieben wird. Es geht nicht nur darum Hindernisse möglichst schnell und filigran zu überwinden, sondern auch darum sich nicht von den Hindernissen auf dem schnellsten und effizientesten weg von A nach B stoppen zu lassen.

Dabei steht der Spaß und der Adrenalinkick im Vordergrund. Solche Hindernisse finden sich fast zu jeder Zeit an jedem Ort, weswegen man auch in fast jedem deutschen Park, Platz oder anderen öffentlichen Geländen junge Menschen beim Parcouring, wie es genannt wird, beobachten kann. Wie bei jedem anderen Sport auch gibt es eine Verletzungsgefahr. Wenn man Parcours öfter und auch intensiver betreibt, muss man von Knochenbrüchen, Stauchungen, Prellungen und vielleicht sogar Gehirnerschütterungen ausgehen.

Dieser neumodige Sport kommt aus Frankreich, aus einem Pariser Vororts namens Lisses. Dort lernte David Belle, den man heute als Gründer des Parcours kennt von seinem Vater, einem ehemaligen Vietnamsoldaten, die Méthode Naturelle, eine Kunst der Bewegung durch die Landschaft mit ihren natürlichen Hindernissen. Ende der 80er übertrug er jene spielerisch in die Beton- und Metalllandschaft des Pariser Vororts. Schon bald fanden viele junge Menschen Gefallen an dieser eleganten und zugleich lässigen Methode seiner Wege zu gehen und übernahmen sie in ihren Alltag. Seitdem breitet sich der Trendsport immer weiter aus und wird immer beliebter.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen Parcours ein wenig näher bringen und Ihr Interesse an diesem außergewöhnlichen Sport wecken. Er verbindet Menschen, es werden mit seiner Hilfe Gemeinschaften gebildet und neue Freunde gefunden.

von Malte Klein und Nico Lesch – Klasse 8e, Elisabethschule