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Alle sieben Jahre ist Grenzgang
Alle sieben Jahre ist Grenzgang
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14:19 10.04.2013
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Wollmar

In der Vergangenheit, als jedes Stück Land oder Wald für die Gemeinden und deren Bauern noch sehr wichtig war, wurden die Grenzen durch sogenannte „Grenzwächter“ regelmäßig überprüft. Stellte dieser eine unrechtmäßige Grenzverschiebungen durch die Nachbargemeinden fest, meldete er dies den zuständigen Ämtern. Es gab deswegen, historisch belegte, Gerichtsverfahren die von der Obrigkeit abgeurteilt wurden.

Historische Grenzsteine aus den Jahren 1650, 1669 und 1754 sind heute noch zu finden. In der heutigen Zeit ist der Grenzgang ein großes Volksfest, dass mit einem Grenzgang entlang der Gemarkungsgrenzen freitags und samstags, gemeinsam mit den Nachbargemeinden und den anderen Grenzgangsorten begangen wird. Am Sonntag schließt sich ein großer historischer Festzug im Ortskern an.

Hierzu werden viele Menschen erwartet. Im Grenzgangsjahr wird der gesamte Ort „herausgeputzt“, alte Fachwerkhäuser renoviert und Grünanlagen auf Vordermann gebracht.

von Tosca Trusheim, Klasse 8a, Wollenbergschule Wetter

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