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Schüler lesen die OP 2018 Verkehrsbrennpunkt Weidenhäuser Brücke
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Verkehrsbrennpunkt Weidenhäuser Brücke
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16:34 16.04.2018
Die Weidenhäuser Brücke wird zur Zeit saniert. Quelle: Thorsten Richter
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Marburg

Für manche Marburger ist es inzwischen zur Zerreißprobe geworden, sich durch die Innenstadt zu bewegen. Es stellt laut Medienberichten auch einige Geschäfte vor massive Schwierigkeiten wie zum Beispiel das Restaurant Lahnterrassen, welches genau an der Weidenhäuser Brücke liegt.

Viele Marburger wunderten sich, dass die Sperrung so plötzlich kam, aber es wurde nicht verschwiegen, dass die Mittel für die Sanierung bereits im Jahr 2016 vom Land Hessen bereitgestellt wurden. Wie bereits vor längerer Zeit berichtet wurde, hatte das Land Hessen mit einer Streichung der Mittel gedroht, falls mit der Brückensanierung nicht in 2018 begonnen worden wäre.

Der Verkehr ist für Besucher und Pendler problematisch, da man zu Stoßzeiten wenig bis gar nicht vorankommt. Ähnliche Probleme haben Feuerwehr, Rettungsdienste und die Polizei.

Ich spreche für Sie mit einem Mitglied des Werbekreises Marburg Nordstadt.

OP: Frau Richter, Sie betreiben das Hotel Marburger Hof inmitten der Nordstadt. Was bedeutet die Sperrung der Weidenhäuser Brücke für die Mitglieder des Werbekreises?

Frau Richter: Für die meisten Mitglieder des Werbekreises ist es schlichtweg eine Katastrophe. Der Verkehr wird zu einem großen Teil über die Nordstadt geführt. Das Südviertel erstickt bereits jetzt im Verkehr aufgrund der beiden Baustellen Weidenhäuser Brücke und Gutenbergstrasse (Allianz Gebäude). Viele Kunden bleiben bei den Einzelhändlern in der Nordstadt aus, die Kunden suchen sich andere Wege, um die Innenstadt großräumig umfahren zu können bzw. eine Fahrt in die Innenstadt gänzlich zu vermeiden.

OP: Was bedeuten die geringeren Besucherzahlen für die Wirtschaft in Marburg?

Frau Richter: Noch lässt sich gar nicht abschätzen, welchen Schaden Marburg bis zum Ende der Brückensperrung nehmen wird. Es steht fest, dass bereits jetzt ein großer Imageschaden für die Stadt entstanden ist. Die Berichterstattungen im Radio und in der Presse waren nicht besonders förderlich für die Wirtschaft. Wir müssen vermeiden, dass die Besucher den Eindruck gewinnen, dass die Stadt nicht mehr angefahren werden kann. Das Ausmaß des Schadens für die Wirtschaft wird davon abhängig sein, wie gut es uns gelingt zu vermitteln, dass die Innenstadt weiterhin auch mit dem PKW anfahrbar ist – nur eben nicht zu allen Zeiten. Allerdings steht bereits heute fest, dass einige Geschäfte diese Herausforderung nicht überleben werden.

von Moritz Cañaveras, Klasse 8a, Gymnasium Philippinum

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