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Schüler lesen die OP 2018 Tocotronic versucht sich an neuem Stil
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Tocotronic versucht sich an neuem Stil
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17:14 16.04.2018
Die Band Tocotronic hat ein neues Album herausgebracht. Quelle: Marc Tirl / dpa
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Marburg

Es handelt sich um ein autobiographisches Album, das von der Vergangenheit des Liedschreibers und Sängers der Band, Dirk von Lowtzow, handelt. Dieser ist auch einer der Songs auf der Platte, die von der Akustik und dem Text locker in eines der alten Alben wie „Wir kommen um uns zu beschweren“ reinpassen würden.

Allerdings gibt es da auch noch die melancholischen Stücke, wie zum Beispiel „Tapfer und grausam“ oder „Unwiederbringlich“, die von Themen wie dem Leben, dem Älterwerden, dem Tod und dem Vergehen der Zeit erzählen. Auch ihr Klang ähnelt eher Stücken wie „Underwear“ von „Pulp“.

„Unwiederbringlich“ sticht mit seinen sehr ungewöhnlichen Instrumenten wie Klavier und Streichern und seiner konkreten Sprache, welche von dem Verlust einer nahestehenden Person erzählt, aus dem bisherigen Tocotronic-Sound heraus.

Passend zu dem 25-jährigen Jubiläum der Band ist auch ein Stück mit dem Namen „1993“ auf dem Album, welches mit Zeilen wie „1993 war das Jahr | In dem ich nach Hamburg kam | In dem ich Kontakt aufnahm“ von der Gründung der Band erzählt. Trotz scheinbar bekanntem Gitarrensound spiegelt sich im Text deutlich der postromantische Stil des Albums wieder.

Jedes einzelne Wort wirkt wohl gewählt und lässt genügend Raum für Interpretation. Mal wechseln die Texte zwischen abstrakt und melancholisch und ein anderes Mal werden sie wieder fröhlicher und erzählen von der Bandgründung. Insgesamt ist es wieder mal ein sehr gelungenes Album geworden mit einem sehr breiten Spektrum an Gefühlen, Klängen und Ein­drücken.

von Fynn Breuer, Klasse 8 der Elisabethschule

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