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Polarlichter sind eindrucksvolle Naturereignisse

Schüler lesen die OP Polarlichter sind eindrucksvolle Naturereignisse

Polarlichter beeindrucken nicht nur durch ihre farbenfrohes Leuchten. Auch ihre Entstehung ist faszinierend.

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Polarlichter, auch bekannt als Nordlichter (Aurora borealis), lassen am 16.01.2018 am Gullfoss Wasserfall (Island) den Nachthimmel in grünem Licht erstrahlen.

Quelle: Owen Humphreys

Nordpol. Sie leuchten am Nord- und Südpol mit bunten Farben am Himmel. Sie schimmern rot, grün, blau oder violett am dunklen Himmel. Besonders im Winter verzaubern die Polarlichter mit ihren bunten Schleiern ihre Beobachter. Schon früher haben Polarlichter Menschen fasziniert. Viele Völker, wie in Sibirien oder Alaska, haben geglaubt, dass sich so die Götter zeigen. Andere meinten, die Verstorbenen wollten mit ihnen in Kontakt treten.

Vor allem rote Polarlichter standen für Unglück und Tod. Dann verharrten sie voller Angst in ihren Hütten und warteten darauf, dass der Himmel wieder dunkel wurde. Aber nicht überall galten Polarlichter als schlechte Zeichen. In Schweden und Norwegen glaubten sie zum Beispiel, das farbenfrohe Schauspiel kündige große Heringsschwärme an, die das Licht reflektierten.

Seit ungefähr 100 Jahren gibt es auch eine wissenschaftliche Erklärung. Polarlichter, auch Aurora Borealis genannt, entstehen durch Sonnenstürme. Dabei werden geladene Teilchen ins All geschleudert. Wissenschaftlern sprechen vom sogenannten Sonnenwind. Dieser Sonnenwind braucht ein bis drei Tage, bis er die Erde erreicht. Wenn die geladenen Teilchen in der Erdatmosphäre auf Sauerstoff und Stickstoffteilchen treffen, werden sie zum Leuchten angeregt. Je nachdem in welcher Höhe die Teilchen auf die Atmosphäre treffen, leuchten sie in rot, blau oder grün. Grüne Polarlichter werden durch Sauerstoff hervorgerufen. Rote und blaue Farben entstehen durch Stickstoff.

Sonnenstürme können aber auch Auswirkungen für die Menschen haben. Wenn das Magnetfeld und die Atmosphäre die Erde nicht vor der Strahlung und den Teilchen schützten würden, wäre das Leben auf der Erde unmöglich. Ungefähr alle elf Jahre wird die Erde von besonders starken Sonnenwinden erwischt. Das kann zu GPS- und Mobilfunkstörungen führen. Bei guten Verhältnissen kann man dann sogar in Deutschland Polarlichter sehen. Dass man Polarlichter sonst nur an den Polen bewundern kann, liegt an dem Magnetfeld der Erde. Die Magnetfeldlinien gehen in einem großen Bogen von einem Pol zum anderen. So wird der Sonnenwind zu den Polen ab oder ganz an der Erde vorbei gelenkt.

von Simon Haas, 8a, Gymnasium Philippinum Marburg

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