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Schüler lesen die OP 2018 Plastik: Heute Nutzen – morgen eine Gefahr
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Plastik: Heute Nutzen – morgen eine Gefahr
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17:14 16.04.2018
Plastikmüll am Strand der kleinen, unbewohnten Insel Henderson im Südost-Pazifik. Quelle: Jennifer Lavers / dpa
Marburg

Egal wo man hinschaut, Plastik ist einfach überall. Problematisch ist es dann, wenn Plastik in die Umwelt gelangt, denn es dauert hunderte von Jahren, bis Plastik voll zersetzt ist. Aktuell werden jedes Jahr mehr als 300 Millionen Tonnen Plastik produziert, wovon fast die Hälfte Wegwerfartikel sind.

Es wird gerne anders dargestellt, aber nur ein Bruchteil des Plastiks wird recycelt, laut Umweltbundesamt liegt der Anteil in der EU bei 30 Prozent – ein Großteil landet in der Umwelt. Fast 500.000 Tonnen gelangen alleine in der EU jährlich in die Meere. Derzeit sind rund 140 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Jedes Jahr kommen rund 8 Millionen Tonnen dazu. 20 Prozent des Plastiks gelangen über Schiffe ins Meer. Die restlichen 80 Prozent werden über die Flüsse oder mit dem Wind ins Meer getragen.

Vielfältige Gefahr für Meerestiere

Dazu gehört auch Mikroplastik, das sich zum Beispiel in Cremes, Duschgels, Peelings, Zahnpasta und anderen Kosmetikprodukten befindet und durch unser Abwassersystem ins Meer gespült wird. 15 Prozent des Plastiks im Meer werden wieder an Land gespült, rund 70 Prozent sinken auf den Meeresboden und die restlichen 15 Prozent treiben auf der Wasseroberfläche.

Durch Meeresströmungen bilden sich Müllteppiche. Meerestiere halten die scharfkantigen und teilweise giftigen Teilchen oft für Nahrung: Vergiftungen oder Verletzungen der inneren Organe führen zum Tod vieler Meeres­bewohner. Auch das Verheddern in größeren Plastikstücken kann zum Tod führen.

Doch was können wir gegen Umweltverschmutzung tun? Die drei „Rs“ können helfen: „Reduce, reuse and recycle“, was übersetzt so viel heißt wie „Reduziere, verwende mehrfach und recycle“.

von Laura Combecher, 
8d des Gymnasiums Philippinum