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Kleines Tierheim rettet rumänische Straßenhunde

Schüler lesen die OP Kleines Tierheim rettet rumänische Straßenhunde

Tausende Hunde leben auf den Straßen Rumäniens, müssen sich selbst versorgen. Die Streuner vermehren sich immer weiter und prägen das Straßenbild der rumänischen Städte.

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Straßenhunde sind den Kontakt zu Menschen oft nicht gewohnt - sie sind dann sehr scheu oder sogar ängstlich.

Quelle: Jens Kalaene

Reimershausen. Hundefänger machen vermehrt Jagd auf die Tiere, denn pro gefangenem Tier kassieren sie vom Staat eine Fangprämie von bis zu 50 Euro. Die Hunde werden dann in Tierheime gebracht, doch wenn sie nach zwei Wochen Aufenthalt niemand aufgenommen hat, dürfen sie getötet werden.

2002 wollten sich Herr und Frau Gothe selbst von dem schlechten Zustand der Straßenhunde überzeugen und fuhren nach Rumänien. Dies war die Geburtsstunde ihres kleinen Tierheims in Lohra- Reimershausen. Aus Mitleid setzt das Ehepaar sich seitdem für Straßenhunde aus Sibiu (Hermannstadt), Marburgs Partnerstadt in Rumänien, ein. Sie retten von der Straße aufgelesene Hunde und bewahren sie vor der Tötungsstationen.

400 Euro Vermittlungsgebühr für tierärztliche Versorgung

Der Hauptfokus ihrer Tierschutzarbeit liegt vor allem in der Kastration der Streuner, und so wurden etwa 3,5 Tausend Straßenhunde kastriert. In Rumänien unterhalten sie ein Tierheim, in dem etwa 150 gerettete Hunde untergebracht werden können, die dort gefüttert und tierärztlich versorgt werden. Jährlich holen sie 100 bis 150 der behandelten Hunde mit einer Fahrtdauer von 17 Stunden nach Deutschland in ihr kleines Tierheim in der Pfeffermühle Lohra-Reimershausen, wo ungefähr 60 Hunde Platz finden und in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden sollen.

Adoptiert man solch einen rumänischen Straßenhund, unterstützt man mit dem Bezahlen der Vermittlungsgebühr von 400 € die tierärztliche Versorgung der eingefangenen Tiere. So leistet man einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und die Hunde finden hoffentlich bald ein tolles zu Hause.

 von Clara Schnedler, Klasse 8e, Elisabethschule Marburg

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