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Schüler lesen die OP 2018 Ist das Gehalt für OP-Schwestern fair?
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Ist das Gehalt für OP-Schwestern fair?
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16:53 16.04.2018
Symbolfoto: Instrumente liegen in einem Klinikum im OP-Saal für eine OP bereit. Quelle: Angelika Warmuth
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Marburg

Wenn sie zum Beispiel die Operationsinstrumente nicht richtig vorbereitet, kann sich die Wunde des Patienten entzünden. 

Aber was macht eine OP-Schwester eigentlich genau? 

Ihre Arbeit beginnt nicht erst beim Eintreffen des Patienten im OP-Saal. 

Sie muss schon vorher die Operationsinstrumente unter hohen hygienischen Vorschriften vorbereiten und sie dann während der Operation dem operierenden Arzt  reichen. Sie muss Röntgengeräte bedienen können und Computerarbeit machen, das heißt, dokumentieren, wann das Narkosemittel durch die Kanüle verabreicht wurde, wann operiert wurde, wo er operiert wurde und so weiter. Auch muss sie den OP-Tisch vorbereiten, die OP-Schleuse anschalten und den Sterilwagen ausräumen und auf Vollständigkeit überprüfen.

Ein Beruf mit vielen Risiken 

Es gibt immer mindestens zwei OP-Schwestern, die bei einer Operation helfen. Sie müssen spezielle hygienische Vorschriften befolgen, zum Beispiel müssen sie sich, wie jeder andere im OP-Saal auch, steril waschen. Während der Operation darf man sich nicht ins Gesicht fassen, dann müsste man sich die Hände wieder waschen. 

Wenn man als OP-Schwester arbeitet, gibt es natürlich Risiken. Sie könnte sich zum Beispiel mit HIV infizieren oder anderen Krankheiten wie Hepatitis B. 

Außerdem ist es auch sehr wichtig, dass Patienten nicht mit Erkältung, Fieber operiert werden, denn das könnte einen Arzt oder eine Krankenschwester im Krankenhaus anstecken und für eine kurze Zeit arbeitsunfähig machen. Außerdem ist das Immunsystem des Patienten durch die Krankheit ohnehin schon geschwächt und er kann sich leichter mit Krankenhausviren oder ähnlichem infizieren. 

OP-Schwestern verdienen im Schnitt 3.000 Euro Brutto

Heike Krähling findet, dafür, dass es so viele Gefahren in ihrem Beruf und auch so viel Verantwortung gibt, seien OP-Schwestern unterbezahlt. 

Genaue Angaben zu ihrem Gehalt darf sie uns nicht machen, aber wir haben dazu im Internet recherchiert. 

Im Schnitt verdient eine OP-Schwester in Hessen 3.000 Euro Brutto im Monat. Zum Vergleich bekommt ein Lehrer im Schnitt 4.000 Euro Brutto und ein Steuerberater sogar 5.000 Euro Brutto im Monat.

von Denise Schwarz und Henrieke Bau, Klasse 8d der Elisabethschule Marburg. 

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