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Schüler lesen die OP 2018 Ist das Buch vom Aussterben bedroht?
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Ist das Buch vom Aussterben bedroht?
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16:59 16.04.2018
Eins oder viele – eine schwere Entscheidung. Quelle: Sayumi Scheffler
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Marburg

Immer mehr Menschen lesen auf E-Books oder gar nicht. Laut einer Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels aus dem Jahr 2016 hat die Branche in den letzten fünf Jahren rund vier Prozent ihres Umsatzes verloren.

Gründe dafür sind, dass die Menschen viel lieber Zeit mit elektronischen Geräten verbringen, andere Hobbys haben oder lieber Filme schauen. Außerdem lesen immer mehr Menschen auf E-Readern. Mit der Verbreitung des E-Books vor ein paar Jahren stieg die Anzahl der Gerätekäufe zunächst rasant, 2013 wurden über eine Million E-Reader verkauft, doch da man nicht jedes Jahr einen neuen E-Reader braucht, haben sich die Verkaufszahlen in den letzten Jahren auf ein stabiles Niveau eingependelt.

Doch welchen Vorteil sehen die Menschen in E-Books? Nach Aussage von Frau Schott (Filialleiterin Thalia Marburg) ist es für viele Menschen sehr positiv, viele Bücher in einem Gerät zu haben, so dass man auf Reisen mit wenig Gepäck viel Lesestoff dabei hat. Zusätzlich ist ein E-Books leichter als ein Buch und braucht deutlich weniger Platz.

Gegenüber einem Handy hat ein E-Reader den Vorteil, dass die Akkulaufzeit deutlich länger ist und durch eine spezielle Bildschirmtechnik kann man auch in der Sonne lesen und die Buchstabengröße ist veränderlich, was vor allem für Senioren von Vorteil ist.

Aber auch das Buch hat Vorteile: Vor allem für Bücherliebhaber hat das Buch einen ganz besonderen nostalgischen Charme, das kein E-Book ersetzen kann. Außerdem kann man sich in Buchhandlungen beraten lassen und herumstöbern. Auch ist es toll, wenn man seine Bücher im Regal stehen haben kann und generell ist das Design eines Buches häufig sehr kunstvoll, hier legen die Verlage zunehmend Wert auf schön gestaltete Einbände. Auch das Gefühl eines Buches in der Hand ist für viele Leser durch nichts zu ersetzen. Weiterhin kann man sich auch etwas in seinem Buch markieren. Gerade für Sachbücher und Reiseführer gilt, dass das Blättern in einem Buch deutlich leichter und komfortabler ist.

Außerdem sind Bibliotheken ohne Bücher in den Regalen nicht vorstellbar – auch in Marburg gibt es zum Beispiel keine Schulbücherei, in der man elektronische Bücher findet. Sterben mit dem Vormarsch der E-Reader auch die Büchereien und Buchhandlungen aus? Laut einer Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels finden immer noch 64 Prozent der Käufer ihre Bücher in Buchläden – vorerst zumindest scheinen diese also gesichert zu sein. 

Warum aber ist Lesen generell empfehlenswert? Viele Studien zeigen, dass Lesen die Konzentration, die Kreativität und die soziale Kompetenz fördert und den Wortschatz und das Wissen erweitert. Laut der ÄrzteZeitung kann sogar das Risiko für Alzheimer durch regelmäßiges Lesen gesenkt werden. Egal, ob in gedruckter oder elektronischer Form, für viele Menschen gilt weiterhin: Lesen macht einfach Spaß und trainiert das Gehirn!

von Sayumi Scheffler, Klasse 8d des Gymnasium Philippinum

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