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Gemeinsame Zukunft mit Italien

Schüler lesen die OP Gemeinsame Zukunft mit Italien

Am 4. März, fanden in Italien Wahlen statt. Nun stehen die nächsten unruhigen Tage bevor, es muss eine Regierung gebildet werden. 

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Matteo Salvini, Parteivorsitzender der Partei Lega Nord, einer der Gewinner der Wahl.

Quelle: Luca Bruno

Rom. Als großer Verlierer der Wahl gilt die Partito Democratico (PD), welche nur rund 19 Prozent der Stimmen erhielt und deren Vorsitzender Matteo Renzi nach der Wahl seinen Rücktritt bekannt gab.

Großer Gewinner der Wahl war die populistische Fünf-Sterne Bewegung, die mit fast 33 Prozent stärkste Einzelpartei war. Ihre Wahlkampfthemen bezogen sich auch vor allem auf die Themen Flüchtlinge und Sicherheit, in ihrem Programm ist eine breite Palette von Themen, von steuersenkungen bis hin zu schnellem Internet und E-Autos. Kritiker bemängeln: Wie bezahlt der hochverschuldete Staat Italien das alles?

Lega Nord, welche mit Berlusconis Partei Forza Italia ein gemeinsames Wahlprogramm hat, kam auf 17,37 Prozent. Die Partei Lega Nord, welche vor allem als sehr rechtspopulistische Partei gilt, betonte bei ihren Auftritten immer wieder das die Einwanderung außer Kontrolle sei. Die meisten Italiener seien momentan eher enttäuscht von den anderen Parteien, Matteo Salvini, Parteivorsitzender, nutzte das aus und bediente sich bei Donald Trump. „Italien zuerst“, so lautet sein Motto, als Themen für die Wahl nannte er die „Feindbilder“ Flüchtlinge und EU.

Man darf also gespannt sein, wie sich die Lage in Italien weiterentwickelt, auch im Hinblick auf die EU. Italien, nach dem Austritt Großbritanniens das Einwohnerzahlen mäßig drittgrößte Land der EU, hat vor allem mit einer sehr hohen Jugend- Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Jeder zweite Jugendliche, zwischen 15 und 24 Jahren, in Süditalien hat keine Arbeit, in Norditalien ist es jeder vierte.

Die Arbeitslosenquote beträgt 10,8 Prozent (Stand Dez. 2017). Mehr als die Hälfte der Italienischen Wähler haben populistischen Parteien ihre Stimme gegeben, Europagegnern und Rechtsextremen. Italien ist auch vor allem Wirtschaftlich gesehen sehr wichtig für die EU, außerdem war es ein bisher eher proeuropäisches Land. Vor allem in momentan schwierigen Zeiten, in denen China an Macht gewinnt, der Konflikt zwischen Großbritannien und Russland die EU immer mehr belastet, wäre es wichtig ein starkes Land mehr zu haben.

Für eine starke EU ist die Wahl schlecht ausgefallen.

v on Fritz Eucker und Jakob Böttner, Klasse 8d Gymnasium Philippinum Marburg

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