Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Frische Ideen bei "Jugend forscht" in Lollar

Schüler lesen die OP Frische Ideen bei "Jugend forscht" in Lollar

50 Teilnehmer aus Mittelhessen haben sich Ende Februar bei Bosch in Lollar vor der Fachjury der ­Regionalwettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ mit ihren Forschungsprojekten präsentiert.

Voriger Artikel
Regeln wird mehr Geltung verschafft
Nächster Artikel
Marburger Judoka räumen Medaillen ab

Jean Matthias Dilg hält bei „Jugend forscht“ ein Modell der chemischen Struktur von Kristallviolettlacton in den Händen.

Quelle: Uwe Anspach

Lollar. Der Wettbewerb gibt jungen Forschern bereits zum 53. Mal die Chance, ihre Projekte aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik vorzustellen und sich mit anderen zu vergleichen.
Der Regionalwettbewerb Hessen Mitte wird seit vielen Jahren von dem Paten-Unternehmen Bosch veranstaltet und unterstützt. Geleitet wird die Veranstaltung von Mathias Burk, Lehrer an der Clemens-Brentano-Europaschule in Lollar.

Die ehrenamtliche Aufgabe der Wettbewerbsleitung übernimmt Burk seit 2015, davor war er zwei Jahre in der Jury tätig. „Bei ‚Jugend forscht‘ können sich Schüler mit einem eigenen naturwissenschaftlichen Projekt einer Öffentlichkeit präsentieren. Sie lernen, wie wichtig ein gut durchdachtes Experiment ist. Sie lernen Disziplin, Durchhaltevermögen. Sie lernen aber auch, mit Niederlagen umzugehen“, fasst Burk die Ziele des Wettbewerbs zusammen.

Marburger Schüler belegen gute Plätze

Aus Marburg nahmen Schüler aus dem Landschulheim Steinmühle und der Elisabethschule erfolgreich mit vier ersten und zwei zweiten Plätzen teil. Zudem gewann Dr. Stefan Purkl von der Elisabethschule Marburg den Jugend-forscht-Betreuerpreis für die besonders engagierte Unterstützung der Projekte an seiner Schule. Die Steinmühle wurde mit dem Jugend-forscht-Schulpreis im Wert von 1 000 Euro für die hohe Qualität der Arbeiten der teilweise sehr jungen Teilnehmer ausgezeichnet.

Aus Marburg gab es einige besondere Projekte, beispielsweise von Joel Rucker, Marvin Preis und Mats Böhmer von der Steinmühle. Sie fragten sich, ob „sanfte Säfte“ tatsächlich weniger Säure beinhalten. Bei ihren chemischen Untersuchungen konnten sie das zwar bestätigen. Sie fanden jedoch heraus, dass die sanften Säfte meistens mehr Zucker enthalten als die herkömmlichen. Mit dieser Arbeit gewannen sie den zweiten Platz in der Sparte Chemie als jüngste Teilnehmer des Regionalwettbewerbes Hessen Mitte.

Christina Jochum von der Elisabethschule entwickelte ein „Wandelbares Wohnraumwunder“, ein klappbares Metallgestell, mit dem ohne viel Aufwand Wohnflächen, Lagerräume, Parkmöglichkeiten oder auch Eventlocations geschaffen werden können. „Auf die Idee bin ich gekommen, als ich gesehen habe, dass die Flüchtlingsunterkünfte in Marburg nach kurzer Zeit gar nicht mehr benutzt wurden. Da wäre es doch sinnvoll, wenn sie nach der Nutzung abgebaut und für einen anderen Zweck weiterverwendet werden könnten“, so Christina Jochum bei der Präsentation ihres Projektes in Lollar. Für diese Idee belohnte die Jury sie mit einem ersten Platz und schickte sie in die nächste Runde des Wettbewerbs.
Auch die anderen Projekte aus Marburg beschäftigten sich mit interessanten Themen wie einer Larve die Plastik frisst, gesundem Kaugummi und einer Lösung für kalte Hände im Winter.

von Pauline Höhbusch, 8e der Elisabethschule Marburg

Voriger Artikel
Nächster Artikel