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Schüler lesen die OP 2018 Regeln wird mehr Geltung verschafft
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Regeln wird mehr Geltung verschafft
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17:10 16.04.2018
Im Dezember 2017 wendet Schiedsrichter Patrick Ittrich während eines Bundesligaspiels zwischen Stuttgart und Bayern München den Videobeweis an. Quelle: Marijan Murat
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Marburg

Bundesliga: Es ist die 20. Spielminute im Spiel zwischen Köln und Mainz, der Verteidiger klärt den Ball und trifft den Gegenspieler klar, Schiedsrichter Brych pfeift, kein Spieler reklamiert.

Alle stehen schon bereit, als Brych sich ans Ohr fasst und den Elfmeter zurückpfeift, weil aus Köln, dort wo der Videoschiedsrichter sitzt, die Ansage kommt, dass es kein Elfmeter gewesen sein soll. Nachdem der Schiedsrichter den Elfmeter zurückgepfiffen hat, kann Jörg Schmadtke, Sportdirektor von Köln, nicht mehr an sich halten und muss auf die Tribüne.

Aus dieser Spielsituation kann man ableiten, dass der Videobeweis immer wieder zum Streitfall führt. Der Videobeweis ist oft ein Streitfall zwischen Fans, Spielern und den Verantwortlichen. Der Videobeweis kommt vor, wenn es darum geht, ob ein Elfmeter zählt oder nicht. Außerdem greift der Videobeweis, wenn ein irreguläres Tor passiert und der Schiedsrichter eine klare Fehlentscheidung getroffen hat. Der Videobeweis hilft auch, wenn der Schiedsrichter einem falschen Spieler eine rote Karte gegeben hat, trotzdem liegt die letzte Entscheidung immer noch beim Schiedsrichter.

Am Anfang hatten sich insgesamt zwölf Ligen als Tester bei der Ifab, dem Regelgremium der Fifa, beworben. Ungefähr vier bis fünf Ligen sollten schließlich den Test vornehmen. Zu den Bewerbern gehörte auch die Bundesliga, die den Videobeweis bereits eingeführt hat. In der Champions League gibt es den Videobeweis momentan noch nicht, doch er soll sich weltweit durchsetzen.

In anderen Sportarten wie zum Beispiel American Football oder in Basketball gibt es den Videobeweis schon seit einigen Jahren. Zu diesem Thema haben wir Jürgen Komoroski befragt, der Schiedsrichter in Marburg ist.

OP: Was ist Ihre Meinung zum Videoschiedsrichter?
Jürgen Komorowski: Ich finde es eine gute Sache, aber der Videoschiedsrichter hat natürlich auch seine Schwächen. Trotzdem hilft er oft in strittigen Situationen.

OP: Würden Sie selber den Beruf des Videoschiedsrichters ausüben?
Komorowski: Ich persönlich würde es machen, weil es ja eigentlich nichts anderes ist, als vor dem Fernseher zu sitzen.

OP: Was sagen Sie zu den Meinungsverschiedenheiten beim Videobeweis?
Komorowski: Ich glaube, dass viele nicht wissen, wofür er genau da ist, und nur meckern, wenn er gegen ihre Mannschaft genutzt wird.

OP: Ist Ihrer Meinung nach der Videoschiedsrichter wichtig für das Spiel?
Komorowski: Ja, weil den Regeln nur Geltung verschafft wird. Außerdem nimmt der Wettbewerb mehr Fairness an.

OP: Wie finden Sie es, dass der Videoschiedsrichter nicht in der Champions League genutzt wird?
Komorowski: Ich finde es nicht schlau, weil wenn man es im Vergleich zur Bundesliga sieht, regen sich zum Beispiel mehr Leute auf, wenn im Champions League Finale ein Elfmeter nicht gegeben wird als in der Bundesliga.

Fazit:

Wir finden den Videobeweis auch sehr nützlich und er sollte auch in der Champions League genutzt werden. Manchmal hat der Videobeweis natürlich auch Schwächen, doch meistens trifft der Videoschiedsrichter die richtige Entscheidung. Außerdem sollte er in allen Ligen auf der Welt eingesetzt werden. Vielleicht gibt es bald auch zwei Videoschiedsrichter, die beim Spiel helfen, dann kommt es zu weniger Fehlentscheidungen, denn es gibt dann immer zwei Meinungen über dieselbe Szene.

von Jan-Luca Komorowski, Felix Litzinger und Robin Beck, Klasse 8d der Elisabethschule Marburg

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