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Schüler lesen die OP 2018 Die Wölfe kehren zurück
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Die Wölfe kehren zurück
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16:35 16.04.2018
Wolf "Alexander" streift im Wildpark Eekholt durch sein Gehege. Quelle: Carsten Rehder
Marburg

Eigentlich gab es seit dem 20. Jahrhundert keine Wölfe mehr in Deutschland, die letzten ganzen Rudel waren schon um 1850 verschwunden. Doch da die Wölfe seit 1990 unter Schutz stehen, nimmt ihre Zahl seit 2000 wieder zu.

Der letzten Zählung nach waren es 13 Paare und 60 Rudel - 13 Rudel mehr, als noch ein Jahr zuvor. Experten schätzen, dass es 140-150 erwachsene Tiere sind, es könnten jedoch auch noch mehr sein. Die meisten davon leben in Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

In Hessen werden nur vereinzelt Wölfe gesichtet, zum Beispiel im Mai 2017 bei Biebertal und im August im Odenwald. Sie verbreiten sich, weil die jungen Wölfe normalerweise im Alter von 10 Monaten bis 3 Jahren ihr Rudel verlassen und sich ihr eigenes Revier suchen. Als Revier kommen alle Gebiete in Frage, in denen es nicht zu viele Straßen und genügend Beutetiere gibt. Das sind Rehe, Hirsche, Wildschweine und kleine Säugetiere.

Wölfe fressen aber auch Schafe und Ziegen, da diese einfache Beute sind. Verhindern kann man das durch ausreichend hohe Zäune und Herdenschutzhunde. Begegnet man einem Wolf, sollte man sich ruhig verhalten und nicht weglaufen. Man kann ihn durch Klatschen und Rufen vertreiben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Wölfe sich in Hessen ausbreiten. Allerdings lebt in jedem Revier mit der Größe von 150 - 350 Quadratkilometer nur ein Rudel. Trotzdem ist die Rückkehr des Wolfes für viele Landwirte ein Problem, da ihre Tiere bedroht werden. Auch in der Politik gibt es noch Streit, wie man mit den Wölfen umgehen soll. Klar ist nur: Bei dem Thema gibt es noch viele offene Fragen.

von Paula Thormann, Klasse 8a, Gymnasium Philippinum,