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Schüler lesen die OP 2018 Blindgänger – die versteckte Gefahr
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 Blindgänger – die versteckte Gefahr
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17:09 16.04.2018
Ein Experte vom Kampfmittelräumdienst Darmstadt am Ortenberg in Marburg. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Das sind Bomben, die im zweiten Weltkrieg, also vor etwa 80 Jahren, aus Flugzeugen geworfen wurden und beim Aufprall nicht explodiert sind. Deshalb besteht an manchen Orten große Gefahr, dass die Blindgänger in der Erde explodieren. In vielen Großstädten, wie zum Beispiel in Hamburg, sorgt eine bestimmte Abteilung der Feuerwehr dafür, dass diese gefunden werden, bevor sie größeren Schaden anrichten können. Die Leute, die dort arbeiten, schauen sich Kriegsluftbilder an, und stellen dann sogenannte Lagepläne (Gefährdungskarten) her.

Pro Jahr werden in Hamburg etwa 30-40 Blindgänger gefunden. Etwa 2.900 Blindgänger sollen alleine noch dort in der Erde verborgen sein. In Hamburg werden zurzeit so viele Blindgänger gefunden, weil im Moment so viel gebaut wird. Nachdem die Lagepläne erstellt wurden, überprüft der Kampfmittelräumdienst die rot markierten Stellen vor Ort. Wird ein Blindgänger entdeckt, muss er auf der Stelle entschärft werden. Für Kampfmittelräumer sind amerikanische Langzeitzünder eine besondere Herausforderung. In drei Fällen kam es bei Entschärfungen dieser Art in den vergangenen Jahren zu schweren Unglücken.

In den Marburger Wäldern, wie z.B. auf den Lahnbergen, werden immer noch Blindgänger vermutet. Daher findet man an manchen Stellen Schilder, die darauf hinweisen, dass das Verlassen der Wege nicht erlaubt ist.

Ein Warnschild im Wald weist auf die möglichen Gefahren durch Munition und Sprengstoff hin.

von Emilia Milani, Klasse 4a der Brüder-Grimm-Schule in Marburg