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Schüler lesen die OP 2018 In Marburg darf die Jugend mitreden
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2018 In Marburg darf die Jugend mitreden
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17:14 16.04.2018
Die Kinder und Jugendlichen bei einer Sitzung des Kijupa im Stadtverordnetensitzungssaal. Quelle: Marie Rentergent
Marburg

Das Kijupa ist das Kinder- und Jugendparlament. Im Parlament sind Kinder und Jugendliche, die zur Schule gehen, im Alter von 6 bis 18 Jahren. Sie werden an ihren Schulen für zwei Jahre gewählt und vertreten überparteilich die Interessen der Kinder und Jugendlichen, die in Marburg wohnen.

Insgesamt sieben Mal im Jahr hält das Kijupa seine Sitzungen ab. Diese finden im Stadtverordnetensitzungssaal statt. In den Sitzungen wird von den Terminen in der letzten Zeit berichtet, verschiedene Personen stellen sich und ihre Projekte vor und über Anträge zur Schulhofgestaltung oder Erneuerung von Radwegen wird abgestimmt. Angenommene Anträge werden an die Stadtverordnetenversammlung zur weiteren Verhandlung weitergegeben. Dies ist möglich, da das Kijupa ein Antragsrecht hat. Außerdem hat das Kijupa ein Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung. Dort berichten die Mitglieder einmal im Jahr über die Arbeit im vergangenen Jahr.

Aus dem Austausch mit anderen Kinder- und Jugendvertretungen weiß das Kijupa, dass diese Rechte nicht selbstverständlich sind. Ein weiteres Recht, das nicht selbstverständlich ist, ist das eigene Budget, über das es frei verfügen kann und von dem verschiedene Ausflüge, wie zum Beispiel in den Hessischen Landtag, oder Fahrten, wie die Kennenlernfahrt oder die große Kijupa-Fahrt, die einmal in der Legislaturperiode stattfindet, bezahlt werden.

Im Kijupa Marburg sitzen rund 100 Kinder

In diesem Kijupa, dem 11. Kijupa, geht die große Kijupa-Fahrt nach Brüssel; dort werden sich die Mitglieder die Stadt anschauen, unter anderem das EU-Parlament besichtigen. Das Kijupa hat regelmäßig Kijupa-Treffs, in denen die Mitglieder Projekte und Aktionen planen und vorbereiten. Mittlerweile gibt es das Kijupa seit mehr als 20 Jahren.

Zurzeit sind etwa 100 Kinder und Jugendliche gewählt. Besonders eng arbeitet das Kijupa mit dem Kreisjugendparlament Marburg-Biedenkopf zusammen, aber auch mit Jugendorganisationen aus ganz Hessen. Im Kijupa können Kinder und Jugendliche mitentscheiden, was in Marburg passiert. Damit sammeln sie erste politische Erfahrungen und können Demokratie wirklich machen.

In der konstituierenden Sitzung wird der Vorstand gewählt. Er besteht aus einem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern, einem Schriftführer, einem stellvertretenden Schriftführer und fünf Beisitzern.

von Magdalena Louise Hescher, 8d des Gymnasium Philippinum