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Girls' Day - ein Zukunftstag für Mädchen
Girls' Day - ein Zukunftstag für Mädchen
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11:50 27.04.2017
Beim Girls Day vor zwei Jahren schnupperte Jana bei der Firma Winter rein. Quelle: Nadine Weigel (Archiv)
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Marburg

In Marburg gibt es zirka 255 Plätze, die von verschiedenen Firmen und Einrichtungen angeboten werden, vor allem um das Interesse der Mädchen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu gewinnen. Die Idee des Girls' Day stammt ursprünglich aus den USA, dort hieß er „Take Our Daughters To Work Day“ und wurde 1993 eingeführt. Die Erfinder wollten eine Gleichberechtigung der Geschlechter und besonders eine größere Berufsauswahl für Frauen. 2002 gab es den ersten Girls' Day in Marburg und fünf Jahre später auch einen Boys' Day.

Statistisch kann man sehen, dass der Girls' Day erfolgreicher als der Boys' Day ist. Dies liegt daran, dass der Girls' Day erstens länger existiert und zweitens, dass es immer noch mehr typisch männliche als typisch weibliche Berufe gibt.

Skandinavien ist weiter

Bestimmt fragen sich jetzt einige, wieso es überhaupt noch ein Ungleichgewicht in der Berufswahl der beiden Geschlechter gibt. Nach Lena Rau von der Jugendförderung Marburg liegt das an der Umwelt und Erziehung, da Mädchen oft schon als Babys beigebracht bekommen, lieber mit Puppen zu spielen, als sich draußen schmutzig zu machen.

Die Jugendförderung in Marburg, die für die Durchführung des Girls' Day verantwortlich ist, organisiert außerdem im Laufe des Jahres noch weitere Veranstaltungen für Mädchen wie zum Beispiel das Mädchen Café, den Internationalen Mädchentag und vieles mehr. Die eigene Meinung von Frau Rau zum Thema Frauenrechte lautet: Deutschland macht zwar gute Fortschritte, aber Skandinavien ist schon um einiges weiter.

von Jule Gallmeier und Felicitas Stuchtey, Klasse 8e, Elisabethschule

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