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Das Leben ist rund
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17:44 04.05.2017
Nationalspielerin Finja Schaake (Mitte) mit Interviewpartnerinnen Xenia Epp (links) und Hanna Bonacker (rechts). Quelle: Privat
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Marburg

Für viele Marburger Basketballfans ist Finja Schaake eine feste Größe im Bundesligateam des BC Marburg. Sie ist mehrfache Deutsche Meisterin im Jugendbereich und gehört zum Kader der Deutschen Nationalmannschaft. BC-Trainer Patrick Unger schätzt ihre intuitive Spielart sowie ihre Ehrlichkeit und Offenheit. Im Interview gibt die sympathische 24-jährige persönliche Einblicke in ihr Leben als Leistungssportlerin. 

Hanna, Xenia: Wie kamst Du zum Basketballspielen?

Finja: In der Grundschule in Grünberg wurden die Kinder, die gut mit dem Ball umgehen konnten in eine Basketball-AG eingeladen und ich war als Siebenjährige dabei.

Hanna, Xenia: Wie oft trainierst Du am Tag?

Finja: Normalerweise trainiere ich zweimal am Tag, aber manchmal habe ich auch einen freien Tag.

Hanna, Xenia: Wie oft trainierst Du mit der Nationalmannschaft, zusätzlich zu Deinem normalen Training?

Finja: Im Sommer finden Lehrgänge statt, die ein bis zwei Wochen dauern. Da habe ich dann auch zweimal am Tag Training. Hinzu kommen noch Turniere mit der Nationalmannschaft. Manchmal haben wir dann drei Spiele an einem Tag. Das ist immer sehr anstrengend.

Hanna, Xenia: Mit welchem Sportler/ welcher Sportlerin würdest Du gerne mal trainieren?

Finja: Mit Angelique Kerber, da ich selbst mal Tennis gespielt habe.

Hanna, Xenia: Hast Du manchmal auch keine Lust auf das Training?

Finja: Ja, es kommt vor, dass ich mal keine Lust auf Training habe, aber ich denke, das ist normal und da muss man einfach mal durch.

"Letztendlich ist es der Erfolg, der mich motiviert"

Hanna, Xenia: Was motiviert Dich dann zum Training?

Finja: Letztendlich ist es der Erfolg, der mich motiviert.

Hanna, Xenia: Du trainierst ja ziemlich viel, hast Du dann überhaupt noch Zeit für Deine Freunde und für andere Hobbys?

Finja: Ja klar, ich habe nicht viel Zeit, aber ich versuche meine Zeit gut einzuteilen, dann schafft man das. Ich habe einen Freund, gehe gerne ins Kino, treffe mich mit Freunden oder gehe gerne Essen.

Hanna, Xenia: Machst du eine Ausbildung oder studierst Du?

Finja: Ich studiere Lehramt Chemie, Englisch und Sport.

Hanna, Xenia: Könntest Du Dir vorstellen, einen Trainerschein zu machen?

Finja: Ja, das könnte ich mir sehr gut vorstellen, da ich in der Schule Sport unterrichte und das dann gut zusammenpasst.

Hanna, Xenia: Bist Du die Einzige, die in Deiner Familie Basketball spielt?

Finja: Nein, meine Mutter hat in den 1980er Jahren auch hier in Marburg in der ersten Bundesliga gespielt. Mein Vater hat auch Basketball gespielt, aber mehr als Hobby und mein Bruder spielt im Moment zweite Bundesliga Herren und Regionalliga in Lich.

Hanna, Xenia: Unterstützt Dich jemand besonders bei Deinem Leistungssport?

Finja: Ja, meine Familie unterstützt mich natürlich sehr viel und meine Freunde und Leute von der Uni. Sie sind immer bei den Spielen dabei, wenn sie können.

"Es ist mir eine Ehre, das deutsche Trikot zu tragen"

Hanna, Xenia: Hast du manchmal auch Zeit, um in den Urlaub zu fahren?

Finja: Wenn die Saison Ende April oder Anfang Mai zu Ende ist, habe ich erstmal bis Juli frei, aber im Juli trainiere ich meistens schon mit der Nationalmannschaft. Außerdem habe ich auch zwischen Weihnachten und Silvester Pause, da kann ich dann in den Urlaub fahren.

Hanna, Xenia: Bist Du stolz darauf, in der Nationalmannschaft zu spielen?

Finja: Sehr stolz. Es ist mir eine Ehre, das deutsche Trikot in internationalen Spielen zu tragen.

Hanna, Xenia: Singst Du immer mit, wenn die deutsche Nationalhymne gespielt wird?

Finja: Ja, ich singe immer am lautesten mit.

Hanna, Xenia: Das wievielte Jahr spielst du jetzt schon in Marburg?

Finja: Das ist jetzt meine achte Saison und ich spiele seit 2009 für Marburg.

Hanna, Xenia: Hast Du vor, weiterhin für Marburg zu spielen?

Finja: Eine sehr schwierige Frage, die mich im Moment tagtäglich beschäftigt. Ich spiele jetzt im achten Jahr für denselben Verein, da denke ich natürlich auch mal über einen Wechsel nach, aber die Entscheidung ist noch längst nicht gefallen. Gerne würde ich irgendwann mal im Ausland spielen.

Hanna, Xenia: Wir hoffen sehr, dass Du in der nächsten Saison wieder für den BC Marburg auf dem Feld stehst und wünschen Dir auch als Nationalspielerin weiterhin viel Erfolg!

von Hanna Bonacker und Xenia Epp, 8a, Elisabethschule Marburg

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