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Schüler lesen die OP 2015 Handys in der Schule – Ja oder nein?
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2015 Handys in der Schule – Ja oder nein?
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18:09 24.04.2015
Ein Mädchen tippt auf dem Schulhof auf ihrem Smartphone. Quelle: Lupo / pixelio.de
Marburg

Smartphones bestimmen den Alltag von Jugendlichen. Chatten, googlen, Musik hören – all das und vieles mehr ist mit ihnen möglich. Doch braucht man sie auch in die Schule?

Das kommt darauf an, wie Handys im Schulbereich eingesetzt werden. Die Facetten sind vielseitig – positiv wie negativ. Man weiss eine Vokabel nicht oder möchte etwas anderes schnell und unkompliziert nachschlagen? Eine Minute später ist, durch den Einsatz der Geräte, die Lösung ermittelt. Auch bei einem Unterrichtsausfall kann man im Internet auf dem Vertretungsplan nachgucken und, falls man abgeholt werden muss, seine Eltern verständigen.

Die ständige Erreichbarkeit durch die Eltern kann den Schüler allerdings auch unter Druck setzen und stressen, womit wir bei den Contra-Argumenten angekommen wären. Oft kommt es vor, dass Schüler sich nicht mit Mitschülern unterhalten, sportlich betätigen oder frische Luft schnappen gehen, sondern sich in den Pausen mit ihrem Handy beschäftigen. Sie schreiben dann meist WhatsApp Nachrichten oder spielen.

Bedachter Umgang im Unterricht angebracht

Das birgt die Gefahr der Konzentrationsunfähigkeit und der sozialen Isolierung. Auch der Körper, insbesondere die Augen, werden so belastet. Gar nicht selten gibt es unter den Schülern auch Streit, wer das beste, neuste und teuerste Smartphone hat. Das hat zur Folge, dass es manchmal passiert, dass Schüler ohne Handy oder älteren Modellen ausgelacht werden.

Ein weiterer Nachteil, der von Schüler oft als positiver Aspekt angesehen wird, ist das Abfotografieren von Tafelbildern. Dies geht zwar deutlich komfortabler und schneller als das Mitschreiben, senkt aber die Dauerhaftigkeit des Erlernten, da man durch handschriftliches Mitschreiben etwas besser behält als durch pures Abfotografieren.

Fazit: Handys sollten nicht ganz aus der Schule verbannt werden. Doch damit sie sich wirklich positiv auf den Schulalltag auswirken können, ist ein bedachter Umgang mit ihnen erforderlich.

von Mattis Bieberle-Aumann, Klasse 8b, Gymnasium Philippinum