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Vergnügen wird schnell zur Sucht

Adolf-Reichwein-Schule Marburg Vergnügen wird schnell zur Sucht

Bei einer Party am Wochenende hat wohl fast jeder Jugendliche schon einmal Alkohol getrunken. Doch bei regelmäßigem Konsum kann aus dem Freizeitvergnügen schnell eine Sucht entstehen, die das Leben kaputt macht.

Marburg. In extremen Fällen, wie beim „Komasaufen“ bis zur Bewusstlosigkeit, wird sogar das eigene Leben aufs Spiel gesetzt. Warum Jugendliche trinken, woran man eine Sucht erkennt und wie betroffenen Jugendlichen geholfen werden kann, darüber sprachen wir mit Sebastian Reinhard vom Diakonischen Werk Hessen.

OP: Was ist der Auslöser dafür, dass Jugendliche anfangen Alkohol zu trinken?

Sebastian Reinhard: Dafür kann es sehr viele Gründe geben wie Zukunftsängste, Gruppendruck, den Alltag vergessen zu wollen oder auch, um sich erwachsen zu fühlen, weil nur erwachsene Menschen Alkohol kaufen können. Auch wird häufig versucht, schlechte Noten zu vergessen und sich durch Trinken positive Gedanken zu verschaffen. Oder auch zum Überprüfen, wann genau das eigene Limit erreicht ist. Wieder andere Jugendliche betrinken sich, um leichter Kontakt zum anderen Geschlecht aufnehmen zu können, da Alkohol lockerer macht. Lust und Spaß am Rausch sind aber auch wichtige Gründe für Jugendliche mit dem Trinken anzufangen.

OP: Woran erkennt man Alkoholsucht?

Reinhard: Dies ist schwer zu beschreiben, da es viele Arten gibt, süchtig zu sein. Manche Jugendliche trinken nur alle vier Wochen auf einer Feier viel Alkohol, andere hingegen täglich. Man erkennt diese Sucht am deutlichsten an der körperlichen Abhängigkeit wie zum Beispiel: Zittern, Nervosität, Schwitzen, Aggressivität und soziale Isolierung. Viele Abhängige ziehen sich nicht nur von der Öffentlichkeit zurück, sondern auch von Freunden und ihrer Familie.

OP: Welche Hilfe gibt es für Jugendliche, die an Alkoholsucht erkrankt sind?

Reinhard: Prinzipiell wird ihnen eine Suchtberatung angeboten, der sie aber selber zustimmen müssen, dies gilt auch bei Minderjährigen. Die Eltern können sie nur in eine Entgiftung schicken, sie jedoch nicht zu einer Therapie zwingen. Der wichtigste Punkt, um ihnen helfen zu können, ist, dass sie sich selber ihre Sucht eingestehen und sich wirklich helfen lassen wollen.

von Kaya Uphoff und Davina Baumert, Klasse BG11F,

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