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So entstehen die Ü-Eier-Figuren

Elisabethschule Marburg So entstehen die Ü-Eier-Figuren

Jeder kennt sie, die kleinen Figuren, die man aus der Kapsel in den Überraschungseiern erhält. Aber wie werden diese Figuren eigentlich hergestellt?

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Kinder lieben sie: die Überraschungseier. Neben Schokolade beinhalten sie auch Spielzeug in der gelben Kapsel.Fotos: Gassner

Stadtallendorf. Die Herstellung und Entwicklung einer neuen Figurenserie für das Überraschungs-Ei ist ein langer Weg. Es braucht in der Regel zwei Jahre, bis die neuen Figuren in den Eiern zum Verkauf bereit sind. In der Regel läuft die Herstellung in sechs Schritten ab.

Als erstes braucht es eine Idee. Sie werden von den Designern von der Firma Ferrero entwickelt, die die Schokoladen-Eier herstellt. Horst Mann, dem Leiter der Abteilung für Spielzeugentwicklung, kam einst zum Beispiel die Idee zu den berühmt gewordenen „Hippos“, als er in Taiwan an einer großen Nilpferd-Statue vorbeilief. Oftmals wird den Designern auf diese Weise per Zufall geholfen, indem sie sich von Eindrücken ihrer Umwelt inspirieren lassen.

Im zweiten Schritt wird sich anhand von Zeichnungen angeschaut, wie gut sich die Idee umsetzen lässt. Jede Figur wird von Hand gezeichnet, mit genauen Beschreibungen versehen und ihre Funktionen aufgelistet. Neben dieser Zeichnung erhält jede Figur noch einen Steckbrief mit den einzelnen Informationen. Das wichtigste ist aber die Größe, denn in den Kapseln ist der Platz sehr begrenzt.

Der dritte Schritt befasst sich mit der Lizenz für die Figuren, dieser Schritt ist jedoch optional, da nicht jede Serie eine Lizenz-Serie ist. Es braucht diese Lizenz nur bei Serien wie zum Bespiel „Der Herr der Ringe“. Bei solchen Serien muss die Erlaubnis, entsprechende Figuren herzustellen, zunächst gekauft werden. Um Lizenzen zu kaufen, besucht man Messen, wo die Lizenzinhaber diese anbieten. So etwa bei neuen Kinofilmen.

Jede Änderung muss abgesegnet werden

Horst Mann tritt als Leiter der Spielzeugentwicklungsabteilung von Ferrero an die jeweiligen Inhaber heran. Bei der Serie „Der Herr der Ringe“ musste sogar jeder einzelne Schauspieler, der als Figur dargestellt wird, seine Figur persönlich absegnen. Wenn der Lizenzinhaber nicht mit dem Ergebnis einverstanden ist, müssen Änderungen vorgenommen werden, die aber dann erneut abgesegnet werden müssen.

Nachdem eine Einigung mit dem Lizenzinhaber zustande gekommen ist und die Designer mit ihren eigenen Kreationen zufrieden sind, werden Prototypen hergestellt. Diese Prototypen dienen dazu, die einzelnen Figuren besser präsentieren zu können, da Details im Original leichter zu erkennen sind. Die Prototypen sind vor allem bei Lizenzserien sehr wichtig, da sie zum Erfolg der Präsentation beim Lizenzinhaber beitragen. Hier können die Lizenzinhaber, ähnlich wie beim vorigen Schritt, Änderungen zu den einzelnen Eigenschaften anordnen.

Die Testexemplare werden nach den Test vernichtet, da sie nur zum Test dienen.Nachdem die Präsentation erfolgreich war, werden die letzten Änderungen vorgenommen. Hierbei werden aber meist nur kleine Details wie zum Beispiel die Haarlänge geändert. An dieser Stelle erfolgt nun die endgültige Absegnung der Lizenzinhaber.

Der entscheidende Schritt folgt zum Schluss, denn hier werden die kleinen Figuren nun endgültig in Massenproduktion hergestellt. Zunächst aber nur in einer kleinen Anzahl, um sicherzustellen, ob auch wirklich alles stimmt. Letztendlich werden die Figuren dann noch alle von Hand bemalt und in die kleinen, gelben Plastikkapseln gesteckt.

Bis auf den letzten Schritt, findet das ganze Verfahren in der deutschen Konzernzentrale in Stadtallendorf statt. Die Produktion erfolgt schließlich in Asien, da die Arbeitskräfte dort billiger sind. Schließlich werden die Kapseln wieder nach Stadtallendorf zurück geschickt und bekommen dort ihren Schokomantel.

von Nick Weber, Klasse 8e, Elisabethschule Marburg

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