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Schüler lesen die OP 2014 Kampf gegen Massentierhaltung
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2014 Kampf gegen Massentierhaltung
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17:50 25.03.2014
Schweine in Freilandhaltung. Tierschützer fordern tiergerechte Haltung zum Standard zu machen.Foto: Lea Lessing
Marburg

Das eigentliche Problem für die Schweine liegt dabei jedoch nicht in der Menge der geschlachteten Tiere. Vielmehr kritisieren Tierschützer, dass immer mehr Schlachttiere auf eine Freilandhaltung verzichten müssen und in Massentierhaltung gehalten werden.

Für Sauen gelte: sie sollen so viele Ferkel werfen wie möglich. Weil sie meist früher oder später unter Gesundheitsschäden leiden, würden auch sie dann geschlachtet. Laut dem Deutschen Tierschutzbund ergeht es rund 50 Prozent der Sauen so.

Die Ausstattung der meisten Mastställe für die weiblichen Tiere seien extrem beengt. Laut Auskunft der Tierschutzorganisation sei es dort teilweise so eng, dass sie sich nicht einmal um sich selbst drehen könnten. Sie lebten allein in ihren Käfigen, Gesellschaft habe jede Sau lediglich durch ihre Ferkel. Das Futter, das sie zum Fressen bekämen, sei zudem hoch konzentriert. Beim Boden handele sich häufig um Einstreu, obwohl die Schweine dort gerne wühlen würden, müssten sie hierauf komplett verzichten.

Den männlichen Tieren ergehe es aber nicht besser. Auch sie lebten in der Massentierhaltung, allerdings in großen Gruppen auf engem Raum. Der Boden bei ihnen bestehe nicht einmal aus Einstreu, obwohl auch sie gerne herumwühlen würden.

Bei tiergerechter Haltung beschäftigten sich Schweine fast den ganzen Tag nur mit der Nahrungsaufnahme - in der Massentierhaltung seien es jedoch wegen des hochkonzentrierten Futters nur ein paar Minuten am Tag. „Vier Pfoten“ berichtet zudem, dass infolge der Langeweile und der kürzeren Säugezeit das Abfressen von Schwänzen und Ohren erfolgten.

Viele Tierschutzorganisationen setzen sich aus den angeführten Gründen für eine artgerechtere Haltung von Schlacht-schweinen ein. Der Deutsche Tierschutzbund fordert beispielsweise, dass die Kastrierung von Schweinen nur mit Betäubung erfolgt, trächtige Sauen in Gruppen gehalten werden, ausreichend Bewegungsfreiheit für die Schweine garantiert wird und ein Absetzen der Ferkel frühestens mit 28 Tagen erfolgt.

von Lea Lessing, Klasse 7c,

Landschulheim Steinmühle Marburg