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Frauenhaus hilft Opfern von Gewalt

Landschulheim Steinmühle Marburg Frauenhaus hilft Opfern von Gewalt

Jede vierte Frau wird einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Allein im Jahre 2010 ereigneten sich in Hessen fast 7500 Fälle von häuslicher Gewalt, davon waren etwa 87 Prozent der Opfer weiblich und 13 Prozent männlich.

Marburg. Im Jahr 2004 erschien eine Studie, in der rund 10000 Frauen im Alter von 16 bis 85 Jahren über ihre Erfahrungen mit häuslicher Gewalt durch deren Partner berichteten. Oft ist der Tatort der Gewalt das eigene Zuhause, aber auch die Arbeitsstelle oder öffentliche Plätze.

Das Marburger Frauenhaus, welches 1981 gegründet wurde, bietet jährlich rund 100 Frauen und Kindern eine Unterkunft. Die Aufenthaltsdauer beträgt im Durchschnitt drei Monate, wobei keine Höchstdauer festgelegt ist. Die Finanzierung erfolgt aus Zuschüssen des Landes Hessen, der Stadt Marburg, des Landkreises Marburg-Biedenkopf sowie aus Mieteinahmen, Bußgeldern, Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Frauen, die drogen- oder alkoholabhängig sind, eine psychische Erkrankung haben, obdachlos oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können nicht aufgenommen werden.

Unterstützung auf psychologischer und alltagspraktischer Ebene

Unter „Frauenhäusern“ versteht man einen Zufluchtsort für Frauen und deren Kinder, welche Schutz vor häuslicher Gewalt suchen. Im Frauenhaus arbeiten grundsätzlich nur Frauen. Sie kooperieren mit Rechtsanwältinnen, Ärztinnen, Psychologinnen, Soziologinnen, Pädagoginnen, Polizei und Behörden. Außerdem bieten sie: Unterkunft, Schutz vor Gewalt, Beratung und Unterstützung zum einen auf der psychologischen Ebene und zum anderen auf einer alltagspraktischen Ebene.

Den Kindern im Marburger Frauenhaus werden psychologische und pädagogische Unterstützung angeboten, welche es ihnen ermöglichen soll, sich psychisch zu stabilisieren. Da Kinder ganz genau spüren, welche Atmosphäre zu Hause herrscht, hat das starke Auswirkungen auf ihre Entwicklung. Oftmals kann man an Kindern, die in einer gewalttätigen Familie leben, psychosomatische Symptome wie Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder andere Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten beobachten. Den Müttern wird zudem Beratung zur kindlichen Erziehung zur Seite gestellt. Sie werden für den Moment von ihren Aufgaben entlastet, ihnen wird Halt und Orientierung geben.

von Hannah Hartmann und Celina Traser Klasse 7b, Landschulheim Steinmühle Marburg

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