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"Football spielen kann erst mal jeder"

Landschulheim Steinmühle Marburg "Football spielen kann erst mal jeder"

Matthias Dalwig ist Headcoach des American-Football-Vereins Marburg Mercenaries. Im Interview spricht er über die Erwartungen an die neue Saison, die für die "Söldner" im Mai 2014 beginnt.

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Ohne Körperkontakt geht es nicht: Die Mercenaries-Spieler Jimmy Jock (links) und Klaus Afflerbach (rechts) versuchen, Collins Salau von den Kiel Baltic Hurricanes zu stoppen. Foto: Miriam Prüßner

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. OP: Wie läuft es momentan mit der Saisonvorbereitung? Steht der neue Kader schon?

Matthias Dalwig: Die Saisonvorbereitung läuft recht gut. Wir haben aber ein paar Probleme mit unseren Importspielern. Der Erste, den wir in der Verteidigung unter Vertrag genommen haben, hat jetzt ein Profiangebot aus Kanada bekommen, das er wahrscheinlich annehmen wird. Wir sind außerdem gerade dabei mit unseren Sponsoren Gespräche zu führen, um zu schauen, wie viel wir uns überhaupt leisten können. Zurzeit sieht es so aus, dass wir dieses Jahr sogar sechs Leute aus Amerika rüberholen.

OP: Was sind die Ziele für die Saison?

Dalwig: Zuerst wollen wir besser abschneiden als letztes Jahr. Außerdem wollen näher an die Teams aus dem Norden heranrücken und mit um die Südmeisterschaft spielen. In den Playoffs wollen wir mindestens ins Halbfinale kommen.

OP: Arbeiten Sie hauptberuflich als Headcoach der Mercenaries?

Dalwig: Leider nicht, denn wir sind ein recht armer Verein. Wir sind keine Profis, sondern alle Amateure. Das heißt, wir haben alle noch eine andere Arbeit, beziehungsweise das Studium oder die Schule.

OP: Wie werden Entscheidungen über die Mannschaftsbesetzung bei den Mercenaries getroffen?

Dalwig: Die Mannschaftsbesetzung hängt zum einen natürlich vom finanziellen Rahmen ab, zum andern schauen wir aber auch, was wir hier vor Ort haben. Wenn wir denken, dass wir irgendwo Hilfe brauchen, sprechen wir uns im Trainerstab ab. Was die amerikanischen Spieler angeht, entscheiden hauptsächlich die Coordinators, das sind Sergej Schmidt und Micah Brown.

OP: Gibt es Chancen für Jugendspieler, in das Bundesligateam aufzurücken und gibt es momentan welche, die das Potenzial dazu haben?

Dalwig: Ja, die Herrenmannschaft setzt sich großenteils aus ehemaligen Jugendspielern zusammen. Da sind viele Jungs, die den Sprung geschafft haben. Auch jetzt sind da wieder ein paar dabei, die kurz davor sind, in der ersten Mannschaft zu spielen. Da freuen wir uns selbstverständlich auch immer, wenn das gelingt.

OP: Wie läuft es momentan in der Jugendabteilung?

Dalwig: In der Jugend läuft es sehr gut. Da haben wir den Kader zuletzt wieder auf knapp 60 Jugendspieler vergrößern können. Auch da schauen wir, dass wir vielleicht sogar mal in die Playoffs kommen oder zumindest in unserer Gruppe um einen Platz in den Playoffs mitspielen.

OP: Was sind die Saisonziele der Jugendmannschaft?

Dalwig: Das Hauptziel der Jugendarbeit ist eigentlich die Ausbildung der Spieler, damit wir wieder Spieler in Nationalmannschaften bekommen und auch Spieler heranwachsen, die gut ausgebildet den Herrenbereich stärken. Aber wir wollen auch im Jugendbereich erfolgreich sein und zusehen, dass wir in die Playoffs kommen.

OP: Warum sollte ein Jugendlicher damit beginnen Football zu spielen? Was muss er dafür mitbringen?

Dalwig: Football spielen kann erst mal jeder. Das heißt, man muss nur die Begeisterung dafür mitbringen. Football spielen macht Spaß, weil es alles beinhaltet: Strategie, Technik und Taktik. Es ist eine Kollisionssportart und macht einfach sehr viel Spaß.

OP: Verfolgen Sie die amerikanische NFL? Haben Sie dort ein Lieblingsteam?

Dalwig: Mein Lieblingsteam sind die Dallas Cowboys seit ungefähr 1989. Aber da gab es ja nicht so viel, worüber man sich in den letzten Jahren freuen konnte. Mein Interesse ist in letzter Zeit deutlich weniger geworden - einfach weil wir dann, wenn die NFL läuft, zu sehr damit beschäftigt sind für unsere Mannschaft zu planen.

OP: Wer wird deutscher Meister?

Dalwig: Ich glaube: Jeder Trainer, den man fragt, sagt, dass die größten Chancen der aktuelle Meister Braunschweig hat. Einfach weil die den größten Etat haben. Sie haben sich weiterhin verstärkt und auch uns zwei Spieler weggeschnappt. Aber die Spiele müssen trotzdem erst gespielt werden.

von Johannes Korn, Klasse 7a, Landschulheim Steinmühle Marburg

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