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Eier werden zu Kunst

Wollenbergschule Wetter Eier werden zu Kunst

Warum werden an Ostern eigentlich Eier bemalt? Und was ist das Besondere an oberhessischen Wachsbatikeiern? Schüler begaben sich auf die Spur eines Brauchtums.

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Oberhessische Wachsbatikeier liegen im Gras. Sie existieren in dieser Form nur in der Region rund um Marburg.Privatfoto

Wetter. Ostereier gelten dem Brauchtum entsprechend als Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens. Schon im alten Rom und in Griechenland wurden Eier bemalt und an Freunde verschenkt. Im Christentum wurde diese Tradition übernommen.

In den Zeiten, als es noch keine künstlichen Farben gab, wurden Ostereier beispielsweise mit Zwiebelschalen gekocht, um sie gelb zu färben oder in Rote-Bete-Saft gelegt, um sie rot zu färben. Kinder legten auch gefärbte Eier auf Ameisenhaufen, sodass sie nach einer halben Stunde bunt gesprenkelt waren. Heute gibt es hingegen künstliche Farben und viele verschiedene Möglichkeiten, die Eier zu färben oder zu bemalen.

Verschiedene Anmaltechniken

Es gibt auch viele verschiedene Techniken, wie zum Beispiel die Ritztechnik, bei der mit einem scharfen Gegenstand Ornamente in die Schale geritzt werden. In einigen katholischen Dörfern Hessens ist das Bemalen von Ostereiern, schon seit früheren Zeiten eine besondere Kunst.

Mit traditionellen Mustern und Techniken werden sie zu wahren Meisterwerken. Am häufigsten wird in Hessen die „Wachsbatiktechnik“ gebraucht, bei der die Eier vor dem Auftragen der Farbe mit heißem Bienenwachs bemalt werden. Dies berichtete uns Inge Schick, die seit 33 Jahren Eier auf dem Ostermarkt in Sterzhausen bemalt.

Die oberhessischen Wachsbatikeier gibt es in dieser Form nur in der Region um Marburg. Die Eier werden vor dem Bemalen nicht gekocht oder ausgeblasen, sondern roh verarbeitet. Sie trocknen ein, wenn die Schale nicht beschädigt wird. Es soll Eier geben, die auf diese Weise schon circa 100 Jahre alt sind.

Muster und Sprüche haben lange Tradition

Die Muster und Sprüche haben eine lange Tradition und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Der Ursprung dieser Tradition liegt größtenteils in den noch von älteren Frauen getragenen Trachten und in der Weißstickerei. Einige Muster stammen auch von Altartüchern. Die Farben sind so wie die Röcke der Trachten.

Auf dem Ostermarkt in Sterzhausen kommen die Eier jedenfalls sehr gut bei den Besuchern an. Es gibt sogar viele Leute, die diese Eier sammeln. Jedes Jahr kommt ein Ei mit der jeweiligen Jahreszahl hinzu.

von Laura Gäckler und Maja Hofmann, Klasse 8b, Wollenbergschule Wetter

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