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Computer bestimmen Schülerleben

Adolf-Reichwein-Schule Marburg Computer bestimmen Schülerleben

„Du sitzt ja schon wieder vor dem Computer!“ - Diesen Satz bekommen viele Jugendliche mehrmals in der Woche von ihren Eltern zu hören. Selbst dann, wenn sie dort für die Schule arbeiten.

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Ein Schüler arbeitet an seinem Notebook. Kinder und Jugendliche verbringen oft sehr viel Zeit am Computer – sowohl in der Freizeit als auch bei Schulaufgaben.Foto: Florian Schuh

Quelle: Florian Schuh

Marburg. Jugendliche verbringen heute viel mehr Zeit mit elektronischen Medien, insbesondere dem Computer und dem Internet, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Wir selbst als Jugendliche haben dies beobachtet. Auch in Verbindung mit der Schule wird deutlich, dass ein großer Teil des Unterrichts nicht mehr ohne neue Medien funktionieren würde.

Allerdings wird der Computer nicht nur täglich für die Schule verwendet, sondern ist auch privat bei vielen Jugendlichen in deren Freizeit nicht mehr wegzudenken. Dennoch gibt es viele Jugendliche, die mehr Zeit für die Schule vor dem Computer verbringen als zum Vergnügen. Andere wiederum nutzen ihren PC oder Laptop mehr privat, bestätigt uns Pascal Schlag, ein Schüler der Adolf-Reichwein-Schule im Spezialisierungsbereich Datenverarbeitungstechnik.

Eltern stören sich an Computerzeit-Dauer

Für manche Eltern ist dies in Ordnung, da sie selbst, meistens durch den Beruf, viel Zeit am Computer und im Internet verbringen beziehungsweise verbringen müssen. Jedoch achten viele dieser Eltern auch darauf, dass die Nutzung des Computers im geregelten Rahmen geschieht. Noch mehr Eltern jedoch empfinden es als störend, wenn ihre Kinder so viel Zeit vor dem Computer verbringen. Diese Eltern unterstützen die Nutzung der Computer daher nicht, im Gegensatz zu vielen Schulen.

Denn mittlerweile gelten für viele Schularbeiten, wie Präsentationen oder Recherchen, die neuen Medien als Grundvorrausetzung. Insbesondere gilt dies an Schulen mit technischen Schwerpunkten, wie der Adolf-Reichwein-Schule. Dort wäre der Unterricht kaum ohne neue Medien möglich. Jürgen Lederer, Informatiklehrer an der Schule, bekräftigt im Gespräch, dass der Computer ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts ist.

Nicht selten jedoch lenken Laptops und Smartphones die Schüler ab, sodass sie dem Unterricht nicht mehr folgen. „Neue Medien ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Würde man sie in der Schule abschaffen, würde die Aufmerksamkeit wieder dem Lehrer zufallen“, meint der Informatiklehrer. Er weiß jedoch, dass dies in einer modernen Kommunikationsgesellschaft kaum möglich ist. Wie stark die elektronischen Medien den Schulalltag in der Zukunft bestimmen werden, ist derzeit noch wohl gar nicht absehbar.

Doris Korom, Mutter von zwei Kindern und Lehrerin für Gestaltungs- und Medientechnik an der Adolf-Reichwein-Schule, glaubt: „Noch weiter zunehmen kann der Gebrauch von neuen Medien in der Schule und auch im Privatleben ja eigentlich kaum noch.“

Gebrauch von Computern wird immer alltäglicher

Sie glaubt trotzdem, dass der Gebrauch von neuen Medien noch alltäglicher, also selbstverständlicher werden wird. Der Schüler Pascal Schlag vertritt eine ähnliche Meinung. Er vermutet, dass in Zukunft alles noch „viel technologiebasierter“ sein wird und dass im Laufe der nächsten Jahre alle Schulen verstärkt auf den Gebrauch neuer Medien umsteigen werden.

Entscheidend wird es im Sinne eines vernünftigen Umgangs darauf ankommen, die Möglichkeiten der Medien in Schule und Freizeit zu nutzen, ohne sich von ihnen abhängig zu machen und soziale Beziehungen zu anderen Menschen - also zu seinen Kollegen, Freunden und Verwandten, zu vernachlässigen.

von Karoline Kühme und Lisa Krabbenhöft, Klasse BG11F, Adolf-Reichwein-Schule Marburg

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