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Aus „Talking Angela“ wird „Stalking Angela“

Gymnasium Philippinum Marburg Aus „Talking Angela“ wird „Stalking Angela“

Über die unter Jugendlichen beliebte App „Talking Angela“ kursieren im Internet Gerüchte zu einem pädophilen Stalker. Möglicherweise sind diese Gerüchte aber auch nur ein PR-Gag.

Marburg. „Talking Angela“ ist eine kleine, süße Katze, mit der man spielen und chatten kann. Man kann ihr schöne Geschenke kaufen und sie neu einkleiden. Sie ist zudem die Freundin von „Talking Tom.“

Seit längerer Zeit geht aber im Internet das Gerücht herum, dass hinter dem harmlos erscheinenden Kinderspiel auf dem Handy ein bekannter pädophiler Kinderschänder aus den USA stecken soll. Der 67-jährige Mann soll angeblich Zugriff auf die App haben und durch die Smartphone-Kameras Kinder und Jugendliche beobachten.

Angeblich schon mehrere Opfer

Es wird sogar behauptet, dass es schon mehrere Todes- und Vergewaltigungsopfer geben soll. Eines der Gerüchte im Internet besagt, dass der Mann ein 12jähriges Mädchen monatelang beobachtet haben soll. Er soll ihre Adresse gehackt und sie gekidnappt haben.

Anschließend, so heißt es, habe er sie umgebracht. Die sprechende Katze fragt tatsächlich unter anderem nach sehr persönlichen Dingen, wie dem Name, Alter, Wohnort oder dem Namen des besten Freundes.

Jedoch hat man herausgefunden, dass das Beobachten durch die App technisch nicht umsetzbar ist. Zudem sitzt der Kinderschänder, dem diese Tat vorgeworfen wird, schon seit längerer Zeit in den USA seine Strafe wegen Misshandlung im Gefängnis ab. Auch die Polizei gab bereits Entwarnung.

Die App wurde 57 Millionen Mal heruntergeladen

Die Gerüchte kamen auf, weil viele glauben, „Angela“ sei zu intelligent für eine Computeranwendung. Wenn man sich mit ihr unterhält, könnte man denken, man unterhält sich mit einem echten Menschen. Doch durch die Gerüchte hatte die Smartphone-App sogar Erfolg.

Viele wollten sie nach den Schlagzeilen selbst ausprobieren und luden sie sich aus dem App- oder Playstore herunter. Somit ergaben sich bisher insgesamt circa 57 Millionen Downloads - die App landete in der Top Drei der Down-load-Charts. Wenn man also Absicht unterstellt, könnten die Gerüchte auch einfach nur auf eine perfide Marketingstrategie zurückzuführen sein.

von Anna Krieger, Cecilia Martin, Tina Rashid und Laura Pereira, Klasse 8a, Gymnasium Philippinum Marburg

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