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Bürger setzen auf das Bewährte standpunkt

Es waren spannende Wochen des Wahlkampfes, in denen sich die Neustädter uneins waren, wie es weitergeht.

Den Unterschied dürfte letztendlich die Herangehensweise an das Thema Finanzen gemacht haben: Amtsinhaber Thomas Groll wartete mit konkreten Pläne auf, während Herausforderer Georg Metz zwar ankündigte, sparen zu wollen, aber nur sehr bedingt Details präsentierte.

Eben diesen Mangel nutzte Groll aus: Bei einer Gesprächsrunde in Momberg attackierte er Metz bereits - um drei Tage später beim OP-Wahltalk mit derselben Strategie erneut beim Publikum zu punkten. Sein Gegenüber hätte wissen müssen, dass er wieder nach konkreten Ansätzen gefragt werden würde - verpasste es aber, Antworten parat zu halten.

Irgendwie sparen - das wollen die Bürger nicht. Sie möchten wissen, auf was sie sich einlassen. Bei Thomas Groll können sie das: 100000 Euro will er in der Verwaltung einsparen, weitere 100000 Euro durch „Kleinvieh“. Dann muss das Land die Kommune unterstützen - eine Forderung, die er mit Sicherheit immer wieder medienwirksam und eindrücklich übermitteln wird.

Und Hand auf‘s Herz: Der verhältnismäßig junge Bürgermeister hat in seinen ersten sechs Jahren als Rathauschef einiges geleistet. Stets fand er den Weg zu den Fördertöpfen. Zudem darf er sich unter anderem damit rühmen, die Langzeit-Probleme Bayerischer Hof oder Deutsches Haus gelöst zu haben. Nicht schlecht für eine erste Amtszeit. Einen elanvollen Bürgermeister der Tat braucht Neustadt auch künftig.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher