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Was jetzt zu tun ist

Thema der Woche Was jetzt zu tun ist

Keine Frage: Die Nachricht von der geplanten Übernahme der Rhön-AG durch den Medizin- und Pharmariesen Fresenius hat Marburg noch einmal erschüttert.

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Junge Leute, frische Ideen

Noch ungewisser ist die Zukunft des Universitätsklinikums, noch größer sind die Befürchtungen der Beschäftigten, noch massiver ist das Unbehagen, unser Klinikum als Spielball von Finanzinvestoren zu wissen. Und: Noch mehr wächst die Entschlossenheit in Marburg, sich das Klinikum zurückzukämpfen.

Das Stadtparlament hat am Freitagabend in beeindruckender Weise einen wesentlichen Schritt in diese Richtung getan: Völlig ohne kleinliches Gezänk, in großer Ernsthaftigkeit und in spürbares Sorge hat es sich hinter das Klinikum gestellt. Dass die Parlamentarier die entsprechende Unterschriftenliste mit ihren 15.000 Unterstützern zu eigen gemacht hat, ist da nur ein äußeres Zeichen.

Wenn aber tatsächlich eine „breite gesellschaftliche Bewegung“, wie es der Linken-Abgeordnete Jan Schalauske formulierte, in Marburg entstehen soll, sind noch einige wesentliche Dinge zu tun: Die Gewerkschaften, die sich gerne als der Motor gesellschaftlichen Fortschritts sehen, müssen viel deutlicher als bisher ihre im Moment bestenfalls lauwarme Unterstützung für die Wiederherstellung der Gemeinnützigkeit und für bessere Gesetze in der Gesundheitspolitik formulieren. Und: Parteien, Gewerkschaften und andere Massenorganisationen müssten möglichst viele  Marburger mobilisieren, ihre Haltung noch öffentlicher zu machen.

Am 1. Mai wäre bei den traditionellen Demonstrationen der Gewerkschaften Gelegenheit dazu.

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