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Verkehrspolitik Thema der Woche

Das Radfahren kann in Marburg einfacher werden.

Marburg. Der Kölner Radverkehrsexperte Jörg Thiemann-Linden hat es auf den Punkt gebracht: Marburg ist eine Fußgängerstadt. Die kurzen, manchmal sehr steilen Wege sind nicht optimal für Radfahrer, und Marburg hat viele (seh-)behinderte Menschen, die zu Fuß oder mit dem Bus unterwegs sind. Dennoch gibt es viele Gründe für bessere Radverbindungen in der Universitätsstadt Marburg. Der künftige Campus Firmanei wird mehr akademisches Volk in der Innenstadt anziehen und damit mehr Radfahrer. Und angesichts steigender Benzinpreise suchen selbst viele Bewegungsmuffel nach günstigen Alternativen zum Auto.

Rot-Grün will einen Radschnellweg vorantreiben, eine Radstation am Hauptbahnhof errichten, Radwege ausbauen. Das macht Sinn: Der von den Grünen eingeladene Experte dokumentierte, dass andere Städte da schon sehr viel mehr zu bieten haben.

In Marburg wird das Thema nur leider manchmal sehr aufgeregt diskutiert. Ob Freunde der Drahtesel, Autonarren oder Menschen mit Gehstock: Alle sind Verkehrsteilnehmer dieser Stadt, die individuelle Wahl der Mobilität sollte nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es wäre der falsche Weg, wenn zentrale Straßen - etwa im Nordviertel - autofrei würden und damit Radverkehr privilegiert wird. Das hat zwar noch keiner offiziell gefordert, doch hier und da geht es in der Diskussion in diese Richtung. Auf jeden Fall haben Stadtpolitiker und Planer noch viel Arbeit vor sich, um das Radfahren in Marburg einfacher zu machen.

von Anna Ntemiris

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