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Es war einmal der Mohrenkopf

Thema der Woche Es war einmal der Mohrenkopf

Sprache wirkt. Sie kann verletzen oder trösten, eingrenzen oder ausgrenzen. Sprache ist ein Ausdruck dafür, wie wir denken. Aber können sprachliche Vorgaben auch einen Einfluss auf unser Denken haben? Dabei helfen, dass wir andere Menschen wie etwa Minderheiten oder Benachteiligte „mitdenken“ beziehungsweise sogar umdenken?

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In dem Moment, in dem wir anfangen, uns mit etwas gedanklich auseinanderzusetzen,  passiert etwas. Ich kann nicht über gendergerechte Sprache schreiben, ohne mich zu fragen, wie ich selbst schreibe – und das ist auch abhängig von den jeweiligen Vorgaben. Dass Sprache wirkt und ein Umdenken möglich ist, zeigen begriffliche Veränderungen aus der Vergangenheit. Die „Schokoküsse“ beispielsweise kannte ich noch als „Mohrenkopf“. Weil aber darüber diskutiert wurde, dass dieser Ausdruck diskriminierend sein könnte, wurde der Schaumzucker mit Schokoüberzug umbenannt. Den Begriff „Mohrenkopf“ kennt meine Tochter nicht mehr.

Es gibt Ungleichbehandlungen. Sie begegnen uns täglich – unabhängig von unserem Geschlecht. Indem wir darüber sprechen, diskutieren, streiten und uns vielleicht einigen, was ungerecht oder sogar falsch ist, bewegt sich zumindest etwas.

Einen ausführliche Artikel zum Thema finden Sie hier.

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